Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Alternativen zu Palmöl

Rapsöl und Milch punkten mit Nachhaltigkeit, Palmöl nicht

Ölfrucht
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 26.04.2022 - 15:05

Mit einem Exportstopp für Palmöl will Indonesien als weltgrößter Produzent des pflanzlichen Rohstoffes Knappheit und steigende Preise im eigenen Land bekämpfen. Der Bauernverband sieht darin keinen Grund zur Sorge.

Das Ausfuhrverbot soll am kommenden Donnerstag in Kraft treten. Die Verbraucher weist der Bayerische Bauernverband auf heimische Alternativen hin. Wenn der weltgrößte Produzent für Palmöl ein Ausfuhrverbot für Palmöl verhängt, sei das kein Grund zu Sorge, sondern vielmehr eine riesige Chance für heimische Alternativen, indem die Ernährungswirtschaft Rapsöl und Milchfett in ihre Rezepturen als nachhaltige Bestandteile aufnimmt.

Heimische Produkte punkten mit Nachhaltigkeit

„Rapsöl und Milch aus regionaler Erzeugung punkten mit Nachhaltigkeit, Palmöl nicht – schon allein deshalb ist es die bessere Wahl“, argumentiert BBV-Präsident Walter Heidl. Heimische Öle stehen für kurze Transportwege und Wertschöpfung in der Region.

Die gentechnikfreie Rapserzeugung in Bayern liefert gleichzeitig mit Rapsschrot ein hochwertiges heimisches Eiweißfuttermittel. Zudem ist Raps eine wichtige Trachtpflanze für Bienen.

Das in der Milch enthaltene Fett kann als hochwertiger Bestandteil ebenso in Lebensmitteln verwendet werden und entstammt letztlich der Verwertung von Grünland quasi vor der Haustür. Die Erzeugung von Palmöl ist wenig auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Sowohl bei der Bezahlung und den Bedingungen für die Arbeitskräfte auf den Plantagen als auch bei den Umweltstandards gibt es erhebliche Defizite.

Sollen Getreide und Rapsöl daher kurzfristig nicht mehr zu Biokraftstoffen verarbeitet werden?

Auswahlmöglichkeiten