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Gemeinsame Agrarpolitik

Protest für Bauern vor EU-Kommission

Brüssel
aiz
am Dienstag, 10.12.2019 - 16:40

Copa-Cogeca, EU-Dachverband der europäischen Landwirte und Genossenschaften, haben vor der Europäischen Kommission demonstriert.

Brüssel - "Durch eine faktenbasierte Kommunikation müssen wir klarstellen, dass Landwirte weder Klimasünder noch Tierquäler sind, wie das in der Öffentlichkeit manchmal falsch dargestellt wird", sagt Alexander Bernhuber, Europaabgeordneter und umweltpolitischer Sprecher der ÖVP im Europaparlament, anlässlich der heutigen Livestock-Demo von Copa-Cogeca, dem EU-Dachverband der europäischen Landwirte und Genossenschaften, gemeinsam mit dem belgischen Bauernverband. Rund 200 Vertreter der europäischen Bauernorganisationen machten vor der Kommission ihren Standpunkt klar.

"Seit 1990 hat die europäische Landwirtschaft ihre Treibhausgasemissionen um 24% reduziert. Die europäischen Standards für Tierhaltung und Tierwohl sind bei Weitem die strengsten in der ganzen Welt. Damit wir diese konsequent weiter einhalten können, darf es keine Kürzungen bei den EU-Agrarförderungen geben", so Bernhuber.

"Ich bin nicht gegen Handelsabkommen mit Ländern außerhalb der EU. Aber diese Abkommen dürfen nicht auf Kosten unserer bäuerlichen Klein- und Mittelbetriebe gehen, die regionale Lebensmittel in höchster Qualität erzeugen. Mercosur zum Beispiel würde aber genau das tun", betont Bernhuber. "Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat gesagt, dass importierte Lebensmittel auch unseren europäischen Produktions- und Umweltstandards entsprechen müssen. Ich nehme sie beim Wort."

"European Livestock Voice" ist eine neue Aufklärungskampagne, die von COPA-COGEGA unterstützt wird. Sie tritt für eine faktenbasierte Diskussion über die europäischen Tierhaltungsstandards ein (https://meatthefacts.eu).