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Meinung

Peta richtet nur Schaden an

Claudia Bockholt
Claudia Bockholt
am Donnerstag, 28.07.2022 - 17:20

Es wird höchste Zeit, gutmeinenden Spendern klarzumachen, dass Peta kaum einen Cent für echtes Tierwohl ausgibt, sondern den Löwenanteil für Kampagnen, Marketing und Personalkosten.

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Die Deutschen sind großzügig. 2020 spendeten sie 11,7 Milliarden Euro. Tiere liegen ihnen dabei noch weit mehr am Herzen als krebskranke Kinder oder Flutopfer. Eine GfK-Studie fand 2020 heraus, dass 30 Prozent der Gönner für den Tierschutz spenden.

Es ist nichts dagegen zu sagen, dass man zum Beispiel den Deutschen Tierschutzbund und seine Tierheime unterstützt. Dort landen viele Hunde und Katzen, die ohne Verstand angeschafft und irgendwann als lästig entsorgt wurden. Der Deutsche Tierschutzbund ist transparent und kann nachweisen, dass er wirtschaftlich arbeitet und der Großteil der Spenden Tieren zugutekommt. Nicht so Peta.

Tranparenz fehlt

Vor Kurzem wollte die Stiftung Warentest die Organisation auf Herz und Nieren prüfen – doch die verweigerte die Mitarbeit. Fast 12,7 Millionen Euro hat Peta Deutschland 2021 eingenommen. Wofür der militante Verein dieses Geld ausgegeben hat, bleibt im Dunkeln. Einen Kassenbericht muss er lediglich den neun (!) ordentlichen Mitgliedern bundesweit vorlegen.

Alle anderen haben nur zu zahlen. Das ist so undemokratisch, dass das Land Baden-Württemberg Peta aus diesem Grund Ende 2021 das Verbandsklagerecht verweigerte. Das hat der Verein nur im Land Berlin, wo – ein Schelm, wer Böses dabei denkt – ein ehemaliger Peta-Anwalt Referent der Landestierschutzbeauftragten Dr. Kathrin Hermann ist. Die will Tierversuche abschaffen und lebt vegan.

Löwenanteil für Kampagnen, Marketing und Personalkosten

Es wird höchste Zeit, gutmeinenden Spendern klarzumachen, dass Peta kaum einen Cent für echtes Tierwohl ausgibt, sondern den Löwenanteil für Kampagnen, Marketing und Personalkosten. Je reißerischer, desto besser. Denn es geht darum, Spendengelder zu akquirieren. Die Organisation macht nicht einmal ein Geheimnis daraus, wie mein Kollege Philipp Seitz schreibt. Die zynische Anzeige gegen einen Landwirt aus Obing ist auch nur so ein öffentlichkeitswirksames Spektakel.

Es ist tröstlich, dass Richter mit genug gesundem Menschenverstand ausgestattet sind, um den Rattenfängern Einhalt zu gebieten. Etwa beim Affentheater um einen Primaten, der zufällig ein lustiges Selfie geknipst hatte. Peta erlebte eine krachende Niederlage beim Versuch, im Namen des Äffchens das Urheberrecht an dem Foto einzuklagen. Freilich war der Fotograf da nach langem Rechtsstreit schon zermürbt und fast pleite. Ob Peta wirklich Gutes für die Tiere will, ist fraglich. Der Schaden, den die angeblichen Tierschützer bei Menschen anrichten, ist hingegen nachweislich immens.