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Ökolandbau

Wie sich das Parlament den Bioausbau vorstellt

Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 10.12.2021 - 07:30

Agrarausschuss des EU-Parlaments legt Forderungskatalog für den EU-Bio-Aktionsplan der Kommission vor.

EU-Parlament-Sitzungssaal

Klare Vorstellungen hat der Agrarausschuss des EU-Parlaments, wie die Umsetzung des geplanten EU-Bio-Aktionsplans zu erfolgen hat. So müssen sich Angebot und Nachfrage im Gleichklang entwickeln. Dafür sind flexiblen Maßnahmen und Anreize für Mitgliedstaaten aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausgangspunkte nötig.

Den Forderungskatalog hat die österreichische Abgeordnete Simone Schmiedtbauer, Chefverhandlerin für den Forderungskatalog des Europäischen Parlaments (EP) gestern (9.12.) im Ausschuss präsentiert. "Wir müssen den Bio-Konsum fördern. Der Ausbau von kurzen, regionalen und saisonalen Lebensmittellieferketten samt Direktvermarktung, wo es möglich ist, kann Einkommen sichern", erklärte Schmiedtbauer.

Mehr Forschung nötig

Als ehemalige Bürgermeisterin sei ihr die Einbindung der lokalen und regionalen Ebene besonders wichtig. Dort könnte das Bio-Bewusstsein etwa durch Bildungsprogramme in Schulen und Kindergärten geschärft, die Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Konsumenten gefördert und die Bedingungen für Produktion, Logistik und Handel gezielt vor Ort verbessert und dem Bio-Sektor mit grüner Beschaffung unter die Arme gegriffen werden.

Schließlich müsse der EU-Bio-Aktionsplan von einer starken Forschungs- und Innovationspolitik flankiert werden. Für die Weiterentwicklung des Bio-Sektors spiele die Verfügbarkeit von Daten, zum Beispiel zur Produktion, zum Verbrauch, zu Ab-Hof- und Einzelhandelspreisen, Verbraucherpräferenzen, Lieferkettenstrukturen und Nachhaltigkeitsaspekten in Bezug auf Umwelt, Klima und Biodiversität eine wesentliche Rolle. Konsumenten- und Produktionstrends könnten so ermittelt und zum Nutzen beider Seiten optimiert werden, ist Schmiedtbauer überzeugt.

Mit Material von aiz
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