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Tierhaltung

Özdemir hält an Viehbesatzgrenze fest

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 10.01.2022 - 17:25

Bundesagrarminister traf sich per Videoschalte mit verschiedenen Umwelt- und Landwirtschaftsverbänden.

Özdemir-Mikrofone-Brüssel

Bundesagrarminister Cem Özdemir hat beim virtuellen Treffen (10.1.) mit verschiedenen Umwelt- und Landwirtschaftsverbänden angekündigt, die Zusammenarbeit mit Umweltverbänden intensivieren zu wollen. Der Agrarminister sicherte aber allen Verbänden konstruktive und vertrauensvolle Arbeit zu. Er will den Dialog eng fortführen.

„Mir ist ein direkter Draht und ein offener Austausch wichtig“, so Özdemir. Er erwartet aber auch, sich gegenseitig zuzuhören und auf die Gemeinsamkeiten zu konzentrieren, um zu Lösungen zu kommen. Die heutigen Gespräche sind laut Özdemir dafür ein vielversprechender Auftakt. „Eine nachhaltige Landwirtschaft im Einklang von Natur, Umwelt und Tierwohl dient auch den Interessen der Betriebe und ist Grundlage von gesunder Ernährung“, ist der grüne Agrarminister überzeugt.

Tierhaltung für mehr Klimaschutz umbauen

Er will gemeinsam mit allen Verbänden die große gesamtgesellschaftliche Herausforderung angehen, die Landwirtschaft im Einklang von Natur, Umwelt und Klima weiterzuentwickeln und den Betrieben eine wirtschaftliche Perspektive mit fairen Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern zu geben.

Als konkrete Maßnahmen sieht der Bundesagrarminister, den Umbau der Nutztierhaltung für mehr Klimaschutz voranzutreiben. Dabei will er Tierzahlen an die verfügbare Fläche binden. Die Investitionsförderung will er dazu auf gute Haltungsbedingungen ausrichten, wie bereits im Koalitionsvertrag angedeutet.

Mit einer Tierhaltungskennzeichnung verspricht er Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher. Außerdem plant Özdemir, die gesamte Landwirtschaft in ihrer Vielfalt an den Zielen Umwelt- und Ressourcenschutz auszurichten.

Diese Verbände waren dabei

Zum Gespräch traf sich Bundesminister Özdemir heute mit Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Umwelthilfe, des WWF, von Greenpeace, des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), des Deutschen Bauernverbands (DBV), der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Die Gespräche mit den einzelnen Verbandsvertretern dauerten laut Terminplanung jeweils eine halbe Stunde.

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