Tierschutz

Niedersachsen will Videoüberwachung in Schlachthöfen

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Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 23.11.2018 - 10:28

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast sprach sich nach mehreren Vorwürfen zu Tierschutzverstößen in Schlachthöfen für eine Videoüberwachung aus.

Tierschutzverstöße auf Schlachthöfen standen im Mittelpunkt eines Gesprächs, das am Mittwoch im Niedersächsischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz stattfand. Ministerin Barbara Otte-Kinast begrüßte dazu unter anderem Paul Brand, Vorsitzender des Verbands der Fleischwirtschaft (Schlachtunternehmen) sowie Herbert Dohrmann, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes (Handwerk).

Mit dem Austausch zeigt sich die Ministerin ehr zufrieden. "Wir haben verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Ich fordere die Branche auf, sich für eine ethische Lebensmittelherstellung stark zu machen und das auch zu dokumentieren." Die bisherigen Bemühungen erkannte sie an. Wie uns die jüngsten Tierschutzverstöße zeigen würden, reiche das aber offenbar nicht aus. Hier forderte sie volle Transparenz. Deshalb habe sie in dem Gespräch deutlich gemacht, dass sie sichfür eine Videoüberwachung in Schlachthöfen einsetzen werde: "Transportieren, Betäuben und Töten der Tiere sowie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter gehören auf den Prüfstand."