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Rinderhaltung

Neuseeland plant Steuern für Kuhrülpser

Emissionen von Nutzvieh zählen zu den größten Umweltproblemen in Neuseeland. Jetzt plant die Regierung eine Klimasteuer für Kühe.
Jana Dahlke
am Freitag, 14.10.2022 - 09:50

Bald wird es teuer, zumindest für Rinderhalter in Neuseeland.

Klimaemissionen und Landwirtschaft − überall führt es zu Diskussionen. Jetzt will die Regierung in Neuseeland ab 2025 die Treibhausgasemissionen aus der Nutztierhaltung besteuern. Die Steuer soll auf Flatulenzen und Rülpser von Kühen erhoben werden, kündigte Premierministerin Jacinda Ardern an, wie die Tagesschau berichtet. Die daraus gewonnenen Einnahmen sollen den Bauern durch Forschung, Finanzierung neuer Technologien und Steueranreize wieder zugute kommen. Die Höhe der geplanten Steuer stehe bisher noch nicht fest.

Mit dem Vorschlag in seiner jetzigen Form werde die neuseeländische Agrarbranche als erste in der Welt ihre landwirtschaftlichen Emissionen senken, zitiert die Tagesschaus Ardern weiter, und gewinne auf einem zunehmend klimabewussten Markt Wettbewerbsvorteile.

Aus der Agrarbranche kommt Gegenwind

Etwa zehn Millionen Rinder und 26 Millionen Schafe leben in Neuseeland. Die Landwirtschaft ist damit einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.

Wie die Tageschau weiter berichtet berücksichtige der Plan, nach Aussage des Verbands Beef + Lamb New Zealand, der die Schaf- und Rinderzüchter des Landes vertritt, nicht die bereits bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung von Treibhausgasen. „Neuseeländische Landwirte haben mehr als 1,4 Millionen Hektar einheimischen Waldes auf ihrem Land, der Kohlenstoff absorbiert“, sagte der Vorsitzende Andrew Morrison. „Es ist nur fair, dass dies in jedem Rahmenwerk von Anfang an angemessen berücksichtigt wird.“

Mit Material von Tagesschau