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Gesetzesänderungen

Neujahr bringt Neuerungen – Tierhaltung

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Redaktion Wochenblatt
am Mittwoch, 29.12.2021 - 09:00

Was ändert sich zum Jahreswechsel 2021/2022 für die Landwirte in Sachen Tierhaltung?

Neues Jahr, neue Regeln. Für die Landwirtschaft treten zum Jahreswechsel gesetzliche Änderungen in Kraft. Wir stellen Ihnen in einer Artikelserie die wichtigsten Neuerungen im neuen Jahr vor. 

Geänderte Vorgaben für inländische Tiertransporte

Tiertransport

Zum 1. Januar 2022 gelten in Deutschland die Änderungen der Tierschutz-Transportverordnung. Danach dürfen Transporte von Schlachttieren nicht länger als 4,5 Stunden dauern, wenn nicht sichergestellt ist, dass die Außentemperatur während der Beförderung zu keinem Zeitpunkt mehr als 30 Grad Celsius beträgt.

Bei Verstößen gegen die Transportzeit sowie bei Zuwiderhandlung der Vorgaben von Belüftung und Temperaturüberwachung von Straßentransportmitteln werden zukünftig Bußgelder verhängt. Die Neuregelungen für Kälbertransporte, bei der das Mindestalter zum Transport von 14 Tagen auf 28 Tage angehoben worden ist, gilt erst nach einer Übergangsfrist von einem Jahr und somit ab dem 1. Januar 2023.

Neue EU-Verordnung über Tierarzneimittel und neues Tierarzneimittelgesetz

Zum 28. Januar 2022 tritt auf EU-Ebene das EU-Tierarzneimittelrecht (VO (EU) 2019/6) in Kraft. Die Verordnung gilt dann unmittelbar für alle Mitgliedstaaten. Die EU-Verordnung über Tierarzneimittel wurde bereits am 7. Januar 2019 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und ist ab jetzt jedoch in allen Mitgliedstaaten der Union anzuwenden.

Zum 28. Januar 2022 tritt in Deutschland ein neues Tierarzneimittelgesetz (TAMG) in Kraft. Dieses regelt auf nationaler Ebene die Inhalte, die nicht durch die VO 2019/6 ohnehin unmittelbar gelten. Das TAMG ist ein eigenständiges neues Stammgesetz. Vorher waren die Regelungen für die Veterinärmedikamente im Arzneimittelgesetz neben den Regelungen für den Humanbereich aufgeführt. Mit dem neuen TAMG wird das getrennt und alle Regelungen für den Veterinärbereich stehen in einem Gesetz.

Verbot des Kükentötens ab 2022

Ab dem 01.01.2022 ist das Töten von geschlüpften Eintagsküken verboten. 2024 wird zudem das Töten von Hühnerembryonen im Ei nach dem 6. Bebrütungstag untersagt. Nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand ist der Hühnerembryo vor dem siebten Bebrütungstag noch nicht in der Lage Schmerzen zu empfinden. Ab dem siebten Bebrütungstag ist dagegen die beginnende Entwicklung des Schmerzempfindens nicht auszuschließen.

Gesetzesänderungen in anderen Bereichen der Landwirtschaft

Lesen Sie hier unsere weiteren Beiträge zu Gesetzesänderungen zum Neujahr in der Landwirtschaft:

 

Mit Material von Deutscher Bauernverband