Behörden

Neue Ämterstruktur zum 1. Juli gestartet

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Donnerstag, 01.07.2021 - 15:02

Die bisher 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verringern sich zum Stichtag 1. Juli auf 32.

München – Zum 1. Juli wird die bayerische Landwirtschaftsverwaltung neu strukturiert. „Wir reagieren damit auf den Wandel in Gesellschaft und Landwirtschaft. Nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe müssen sich anpassen und neu aufstellen, auch die Verwaltung muss schnell und flexibel sein",  sagte Ministerin Kaniber in München.

Gewässerschutz, Tierwohl und Wildlebensräume als Aufgabengebiet

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Die zum Teil größer gewordenen 32 Ämter werden sich künftig verstärkt den Gemeinwohlthemen wie Gewässerschutz, Tierwohl und Wildlebensräumen widmen. Die Beratung zu Unternehmensentwicklung und Innovation sind neben Digitalisierung und Alltagskompetenzen weitere Schwerpunkte. Synergieeffekte sollen die Wirtschaftlichkeit der Verwaltung erhöhen. „Sie bleibt aber weiterhin in der Fläche präsent, das war uns besonders wichtig“, unterstrich die Ministerin.

Die Ämter sollen die Kerndienstleistungen Bildung, Beratung und Information für Landwirte wie auch Gesellschaft aufrechterhalten. Die Behördenleiter und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern legen, neben den Pflichtaufgaben Förderung und Hoheitsvollzug, regionale Schwerpunktthemen für ihre Dienstgebiete fest. Dies sind beispielsweise aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, Schutz der natürlichen Ressourcen, regionale Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln und Diversifizierung. Damit rücken neben landwirtschaftlichen Fragen auch allgemeine Bürgeranliegen ins Aufgabengebiet.

Ernährung und Landwirtschaft nun auch Sachgebiet auf Bezirksebene

Um die Belange der Land- und Hauswirtschaft auf allen Verwaltungsebenen noch besser zu vertreten, wird auch der Bereich Ernährung und Landwirtschaft an den Bezirksregierungen um ein Sachgebiet erweitert. Die nunmehr drei Sachgebiete übernehmen zusätzliche Koordinierungs- und Steuerungsfunktionen in den Bereichen berufliche Bildung und Beratung. Ein Schwerpunkt sind Stellungnahmen zu raumbedeutsamen Planungs- und Genehmigungsverfahren der Regierung aus landwirtschaftsfachlicher Sicht. Beim Umwelt-, Natur- und Artenschutz, der Jagd und Fischerei sowie im Hochwasserschutz und im Gewässerschutz bringen sie landwirtschaftliche Belange in die entsprechenden Verfahren ein.