Klimaschutz

Moorschutz: Bürgerbeteiligung ist ab jetzt möglich

Josef Koch
Josef Koch
am Dienstag, 17.11.2020 - 05:00

Bundesumweltministerin Schulze arbeitet an einer Moorschutzstrategie. Landwirte können sich im Vorfeld daran beteiligen.

Boden-Moor_süß

Weil ein besserer Moorschutz ein zentraler Baustein ist, um das Klima zu schützen und Artenvielfalt zu erhalten, wird die Bundesregierung eine Moorschutzstrategie erarbeiten. Bürgerinnen und Bürger können sich hierbei frühzeitig einbringen. Die Frist für Stellungnahmen der Öffentlichkeit zu einem vom Bundesumweltministerium erarbeiteten Diskussionspapier endet am 18. Dezember.

Die Stellungnahmen können Landwirte hier per Post adressieren:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Referat N II 6
Postfach 12 06 29
53048 Bonn


Per E-Mail an:

moorschutzstrategie@bmu.bund.de

Moorschutz nur zusammen mit Bewirtschafter möglich

Intakte Moore sind nicht nur landschaftlich beeindruckend, sie bieten vor allem einzigartige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig sind sie wichtige Langzeitspeicher für Kohlenstoff. Werden Moorböden für eine land- oder forstwirtschaftliche Nutzung entwässert, setzen sie diesen Kohlenstoff als Treibhausgas frei. Daher seien Fortschritte im Moorbodenschutz dringend erforderlich, um das Ziel der Treibhausgasneutralität zu erreichen, so das Bundesumweltministerium.

Mit dem Diskussionspapier stellt das Bundesumweltministerium konkrete Ziele und Maßnahmen für die Stärkung des Moorschutzes in Deutschland vor. Ein effektiver Moorschutz könne nur im Schulterschluss zwischen allen staatlichen und gesellschaftlichen Akteuren gelingen, so das BMU. Insbesondere braucht Moorschutz die Unterstützung derjenigen, denen die Flächen gehören und die sie bewirtschaften.

Die im Diskussionspapier vorgestellten Maßnahmen zur Moorschutzstrategie beruhen auf dem Grundprinzip der Freiwilligkeit. Für die Wiedervernässung von derzeit land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen sollen kooperative Ansätze umgesetzt werden.

Das Bundesumweltministerium wendet sich bereits in der Entwurfsphase der Moorschutzstrategie unmittelbar an die interessierte Öffentlichkeit. So haben in der Öffentlichkeitsbeteiligung Stakeholder wie Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen und auch Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Hinweise für die finale Ausarbeitung zu geben 

Stakeholder aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft aber auch Wasser- und Energiewirtschaft, sowie Forschung und Bildung haben am 15. Dezember 2020 in einer virtuellen Veranstaltung zusätzlich die Gelegenheit, zum Diskussionspapier zur Moorschutzstrategie Stellung zu nehmen und die Inhalte zu diskutieren.

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