Protestaktion

Mahnwoche in Berlin: Auf Tuchfühlung mit der Stadt

Berlin
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 23.06.2020 - 16:40

Ein Zusammenschluss von Landwirten und Nichtlandwirten veranstaltete vom 15.06.2020 bis 20.06.2020 eine Mahnwoche mit Mahnwachen. Ihr Fazit:

Mit der Mahnwoche wollten die Initiatoren die Probleme der Landwirte in die Großstädte tragen. "Hier waren wir genau richtig. Hier hat die Basis gesprochen", ziehen die Initiatoren der Mahnwoche nach Abschluss ihrer Aktion Bilanz. Die Berliner Bevölkerung habe sich sehr offen gezeigt für die vorgebrachten Themen und bekundeten großes Interesse an den Belangen der Teilnehmer der Mahnwoche. Andererseits seien auch viele Meschen anzutreffen, die ohne Bezug zur "Außenwelt" seien, so dass es nicht verwundere, dass NGOs hier leichtes Spiel hätten.

Das Fazit gegenüber der Politik fällt zwiespältig aus. Zwar hätten sich einzelne Vertreter der politischen Opposition sehr interessiert und gesprächsbereit gezeigt, die Verantwortlichen der Regierungskoalition hätten jedoch offen gelassen, ob sie sich der Problematiken annehmen wollen oder können.

Den branchenübergreifenden Charakter erachten die Veranstalter als sehr wichtig: Ob Landwirte, Trucker, Spediteure oder andere vertretene Branchen, hätten ein eindrucksvolles Ausrufezeichen in Richtung der Bewohner Berlins und der Politik gesetzt. Hier seien definitiv neue Wege aufgezeigt worden, um der fortschreitenden Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken.