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Videokonferenz

Landwirtschaftsminister betonen Bedeutung regionaler Erzeugung

Videokonferenz
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 23.06.2020 - 16:52

Deutschland und Österreich haben bestätigt, wie bedeutsam die regionale Landwirtschaft ist - gerade in Zeiten der Corona-Pandemie.

­In einer Videokonferenz haben  Julia Klöckner, und Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger heute über die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Bedeutung der regionalen Lebensmittelproduktion für lebendige ländliche Räume beraten. An der Diskussion nahm auch die kroatische Agrarministerin Marija Vučković teil, die derzeit den Vorsitz im EU-Agrarministerrat hat, außerdem EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski, der Vorsitzende des Agrarausschusses des Europäischen Parlaments, Norbert Lins, sowie zahlreiche Agrar-Spitzenvertreter und Experten aus verschiedenen EU Mitgliedsstaaten.

Konsens war, dass die europäische Landwirtschaft die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für mehr als 500 Millionen europäische Bürgerinnen und Bürgern sichere. Die COVID-19 Krise habe die Bedeutung des EU-Binnenmarkts und den Stellenwert der hochwertigen regionalen Lebensmittelproduktion noch einmal verdeutlicht.

Eigenversorgung wichitig für ein eigenständiges Europa

Julia Klöckner sagte, dass ein höheres und wertschätzendes Bewusstsein für heimische Nahrungsmittel und deren Erzeuger ist wichtig sei. Es gehe aber nicht darum, nur jeder für sich, sondern gemeinsam in Vielfalt: "Land- und Ernährungswirtschaft müssen wir als systemrelevante Branchen denken – europaweit."

Ministerin Elisabeth Köstinger hob hervor, dass jetzt die Stunde der regionalen Lebensmittelproduktion sei. Gerade in der Coronakrise sei vielen bewusst geworden, wie wichtig die Eigenversorgung von Mitgliedsstaaten und der EU insgesamt mit Lebensmitteln tatsächlich sei: "Wir müssen uns unabhängig von Importen aus Drittstaaten bzw. anderen Kontinenten machen. Unsere Landwirtschaft zählt zur systemrelevanten Infrastruktur. Wenn wir nicht selbst produzieren, was wir zum Leben brauchen, machen wir uns abhängig von anderen. Das kann nicht das Ziel der EU sein."

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