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Gesundheitspolitik

Landfrauen begrüßen Lauterbachs Umdenken

Lauterbach-Karl-Bundesgesundheitsminister
Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 11.11.2022 - 07:45

SPD-Bundesgesundheitsminister will Hebammen nun noch über das Pflegebudget finanzieren.

Auf positiv Resonanz stößt bei den Landfrauen die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, Hebammen nun doch im künftigen Pflegebudget zu berücksichtigen. Gerade im ländlichen Raum, wo es ohnehin einen Mangel an Hebammen und Geburtsstationen gibt, hätte die ursprüngliche Entscheidung fatale Auswirkungen für die Geburtshilfe, so der Deutsche LandFrauenverband (dlv).

„Dass die Hebammenfinanzierung ursprünglich im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz ab 2025 nicht vorgesehen war, verärgert mich sehr“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. Für die Landfrauen sei es nicht hinnehmbar, dass immer mehr Regionen bereits heute medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht seien. Ein Streichen der Hebammen aus dem Pflegebudget hätte gravierende Folgen, warnt die Präsidentin.

Petition zwingt Latuerbach zum Umschwenken

Das am 20. Oktober von der Regierung verabschiedete Gesetz wurde zuvor scharf kritisiert. Eine Online-Petition mit derweil rund 1.400.000 Millionen Unterschriften brachte die Politik nun zum Umdenken.

„Es ist das richtige Zeichen, dass Bundesminister Lauterbach dem Ruf aus der Zivilgesellschaft Folge leisten und die Bedeutung der Hebammenarbeit anerkennen will“, so Bentkämper. Sie erwartet nun eine verlässliche und ausreichende Hebammenfinanzierung in den Krankenhäusern.

Der Verband verweist zudem seine eigene Petition zur besseren Versorgung von Schwangeren und Müttern im ländlichen Raum mit 101.158 Unterschriften.

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