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Stimmungsbaromater

Kühles Klima zwischen DBV und Klöckner

Klöckner
Simon Michel-Berger Portrait 2019
Simon Michel-Berger
am Donnerstag, 07.11.2019 - 08:19

Zu einem Treffen zwischen DBV-Verbandsrat und der Ministerin gaben beide Seiten Pressemitteilungen mit deutlich unterschiedlichem Tenor heraus.

Berlin - Zwischen Deutschem Bauernverband (DBV) und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner herrscht kühle Stimmung. Zu einem Treffen zwischen DBV-Verbandsrat und der Ministerin gaben beide Seiten Pressemitteilungen mit deutlich unterschiedlichem Tenor heraus.Während der DBV betonte, dass das Gespräch auf seine Einladung zustande gekommen sei, hieß es aus dem Ministerium, Klöckner habe die „Spitzen des Bauernverbandes empfangen“.

Der DBV bezeichnete die Aussprache als „kontrovers“. Verbandspräsident Joachim Rukwied erneuerte seine Forderung nach einer grundlegenden Überarbeitung des Aktionsprogramms Insektenschutzes. Er sagte: „Der Weg wird nur über kooperativen Naturschutz und nicht über Verbote gehen“.

Klöckner verwies darauf, dass es mehrere runde Tische zum Insektenschutzprogramm des Bundes geben werde. Mehr als 80 Mio. € jährlich würden für die Förderung des Insektenschutzes in der Landwirtschaft bereitgestellt. Um das gegenseitige Verständnis in Gesellschaft und Landwirtschaft zu erhöhen, wolle sie zudem im neuen Jahr eine Informations- und Aufklärungskampagne starten. Deren Ziel sei es, die Wertschätzung für die landwirtschaftliche Urproduktion zu steigern. Auch kündigte sie die Einrichtung einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen an.

Mit Material von AgE