Internationaler Handel

Kritische DBV-Position zum geplanten Lieferkettengesetz

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 30.11.2020 - 15:59

Der Verband favorisiert die Einhaltung von Menschenrechten unmittelbar in internationalen Handelsabkommen zu regeln.

Containerhafen-Agrarexporte-Freihandelsabkommen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewertet das von der Bundesregierung geplante Lieferkettengesetz kritisch. In einem vom DBV-Präsidium beschlossenen Positionspapier wird ausdrücklich gefordert, grundlegende Menschenrechte im internationalen Handel einzuhalten und Dumping-Importe zu unterbinden.

Der DBV fordert, dies unmittelbar in internationalen Handelsabkommen zu regeln, so dass unter Menschenrechtsverstößen hergestellte Produkte gar nicht erst auf den EU-Markt gelangen könnten. Die Umsetzung über ein Lieferkettengesetz mit neuen bürokratischen Auflagen für Unternehmen wird hingegen sehr kritisch gesehen.

Zusätzliche Bürokratielasten für kleine und mittlere Unternehmen sollten soweit wie möglich vermieden werden, heißt es in dem Papier.