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Wasserschutz

Kommunale Abwässer belasten die Umwelt

Kläranlage
Wasserschutz
am Montag, 25.11.2019 - 15:28

Die Bundesregierung räumt ein, dass kommunale Abwässer für Nährstoffeinträge durch Phosphor und Stickstoff in Gewässer sorgen.

Berlin - Eine Aufstellung nach Großstädten mit gemischten Abwassersystemen, die Schmutz- und Oberflächenwasser nicht trennen, liegt der Bundesregierung nicht vor. Das geht aus der Antwort Bundesregierung (19/13768) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/13376) hervor. Darin wollten die Abgeordneten erfahren, wie viele Großstädte in Deutschland sogenannte "gemischte" Abwassersysteme betreiben, bei denen keine Trennung von Schmutz- und Oberflächenwasser stattfindet, betreiben.

Von den 575.580 Kilometern Kanalnetz seien 242.866 km Mischwasser-, 206.234 km Schmutzwasser- und 126.480 km Regenwasserkanäle. Das im Jahr 2013 angefallene Abwasser bestehe zu circa 51 Prozent aus Schmutzwasser aus Haushalten und Kleingewerbe, zu 26 Prozent aus Niederschlagswasser und zu 23 Prozent aus Fremdwasser, führt die Bundesregierung aus.

Ein Monitoring sei Teil des "wasserrechtlichen Vollzugs, für den die Länder zuständig sind", heißt es weiter. Abhängig von der Menge des eingeleiteten Abwassers im Verhältnis zur Wasserführung des aufnehmenden Oberflächengewässers können "neben hygienischen Risiken vor allem Nährstoffeinträge durch Phosphor und Stickstoff im Abwasser zu Eutrophierung der Gewässer" und damit zu einer schlechteren Gewässergüte führen.