Förderung

Klöckner will Fördermittel vorziehen

Pressestelle BMEL / DBV
am Dienstag, 12.01.2021 - 16:39

Investitionsprogramm Landwirtschaft: Bundeslandwirtschaftsministerin will aufgrund hoher Nachfrage Gelder aus der zweiten Jahreshälfte freigeben. DBV-Präsident Rukwied fordert Lösungen für alle Interessierten.

Bundesministerin

Das „Investitionsprogramm Landwirtschaft“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist fulminant gestartet.

Mit dem größten Modernisierungsprogramm für mehr Klima-, Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft fördert das Bundesministerium modernste Technik, zum Beispiel für die Reduktion von Emissionen sowie das passgenaue Ausbringen von Pflanzenschutz- oder Düngemitteln, um deren Einsatz zu reduzieren. Das trifft zielgenau den Bedarf der landwirtschaftlichen Betriebe.

Bereits am ersten Antragstag war der Zuspruch so groß, dass die für das erste Halbjahr 2021 eingeplanten Mittel für den Förderbereich ‚Maschinen‘ voll in Anspruch genommen sind. Die Antragsteller kommen aus ganz Deutschland, insbesondere auch kleinere und mittlere Betriebe wollen die Förderung in Anspruch nehmen. Eingereichte Anträge verfallen nicht.

Schwung aufrechterhalten

Julia Klöckner: „Mit unserem Programm haben wir den richtigen Nerv bei den Landwirten getroffen, das freut mich sehr. Das überwältigende Interesse zeigt ihre hohe Innovationsbereitschaft sowie ihre große Offenheit für den Transformationsprozess: Mit modernster Technik bringen wir den Schutz des Klimas und der Umwelt zusammen mit der Sicherung von Ernten und Erträgen. Dass so viele investieren wollen, ist ein klares Standortbekenntnis der Landwirtschaft zu Deutschland. Diesen Schwung wollen wir aufrechterhalten. Deshalb ziehe ich gerne weitere Mittel vor.“

Die Bundesministerin plant daher, die Möglichkeit zu schaffen, dass Landwirte bereits zeitnah auch die Mittel für die genannten Förderbereiche abrufen können, die ursprünglich für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen sind.

Rukwied: Brauchen Lösungen für alle Interessierten

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sieht in dem massiv überzeichneten Start des „Investitions- und Zukunftsprogramm Landwirtschaft“ (IuZ) einen großen Bedarf für zusätzliche Mittel für die Anschaffung von Zukunftstechnologien: „Die immens hohe Nachfrage an diesem Programm zeigt, dass die Bauern großes Interesse haben, in Zukunftstechnologien zu investieren."

Rukwied weiter: "Das Bewerbungsverfahren war wie ein Lotteriespiel – ein Großteil ist nicht zum Zug gekommen. Wir brauchen jetzt Lösungen für alle Interessierten."

"Der Ansatz, Investitionen in umwelt- und klimaschonende Technik zu fördern, ist absolut richtig. Wir müssen uns jetzt intensiv mit der Politik austauschen, welche Möglichkeiten es gibt, dieses Programm auszubauen, um allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, in Zukunftstechnologien zu investieren. Mit moderner, digitaler Technik werden wir Bauern zukünftig noch umweltgerechter hochwertige Lebensmittel erzeugen. Das schont die Böden, schützt das Grundwasser und hilft auch beim Kampf gegen den Klimawandel.“

Weitere Infos: Bauernverband Thüringen übt harsche Kritik am Vergabeverfahren.

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