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Treibhausgase

Klimaschutz: 14 Prozent weniger Treibhausgase durch Landwirtschaft

Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 27.01.2021 - 05:00

Österreichs Landwirtschaft hat in den vergangenen zehn Jahren weniger Treibhausgase erzeugt.

Bauernhof-Österreich

Nach aktuellen Zahlen des Umweltbundesamt hat Österreichs Landwirtschaft im Gegensatz zu anderen Sektoren ihre Hausaufgaben erledigt und seit 1990 um 14,3 Prozent weniger Treibhausgase emittiert. Grund sind niedrigere Tierbestände und sinkender Düngemitteleinsatz, so das Umweltbundesamt. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum haben die Emissionen im Verkehr – inklusive nationalem Flugverkehr – um 74,4 Prozent zugenommen.

„Faktum ist: Die Landwirtschaft ist Klimaopfer Nummer 1. Gleichzeitig ist sie aber ein wichtiger Akteur beim Kampf gegen den Treibhauseffekt", betont Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung. So habe die Landwirtschaft im Gegensatz zu anderen Sektoren im Jahr 2019 um ca. 0,7 Prozent weniger Emissionen emittiert als noch im Jahr zuvor.

Österreich ist laut Weinberger auf eine produktive Landwirtschaft angewiesen, deren Ernten eine wachsende Bevölkerung ernähren müssen. Boden- und Klimaschutz haben oberste Priorität. So müsse der Boden als Kohlenstoffspeicher und als Grundlage für die Lebensmittelproduktion geschützt und dürfe nicht weiter fahrlässig verbaut werden“, meint der Chef der Hagelversicherung.

Corona senkt Emissionen

Die Pandemie hat durch Lockdowns, die Schließung von Grenzen, Flugverboten und anderen Corona-Maßnahmen dazu geführt, dass weniger Treibhausgase ausgestoßen worden sind: Kurzfristig ist mit einer deutlichen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen zu rechnen, erste Schätzungen der Experten gehen von einem Rückgang von circa 9 Prozent aus.

Mit steigendem Wirtschaftswachstum wird sich der Trend leider wieder umkehren. Lockdowns verschwinden, Naturzerstörung durch Klimawandel bleibt. „Wir müssen zeigen, dass sich Wohlstand und Klimaschutz nicht ausschließen. Der Wohlstand einer Gesellschaft bemisst sich nicht nur am Bruttoinlandsprodukt, sondern auch am Zustand unserer Natur“, weist Weinberger auf die Notwendigkeit eines anderen Wirtschaftsdenkens hin, in dem auch das Naturkapital eine Rolle spielt.

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