Klare Rahmenbedingungen für Bayerns Obstbauern

Streuobst
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Sandra Schwägerl
am Freitag, 07.06.2019 - 11:33

Auf folgende Kriterien hat sich die Bayerische Staatsregierung geeinigt, was die Zukunft von Streuobstwiesen nach dem Volksbegehren Artenvielfalt anbelangt.

  • Es werden  ausschließlich Streuobstwiesen mit einer Dichte von nicht mehr als 100 Bäumen pro Hektar, bei denen mindestens 75 Prozent des Bestandes ihren Kronenansatz in 180 Zentimetern Höhe haben, betroffen sein.

 

  • Im Detail geht es um extensiv genutzte Obstbaumwiesen und -weiden mit einem Baumabstand von grundsätzlich nicht weniger als 10 Metern und nicht mehr als 20 Metern sowie einem so fortgeschrittenen Bestandsalter, dass von einem biotoptypischen Artenreichtum ausgegangen werden kann.

 

  • Ein ausreichendes Alter liegt insbesondere vor, wenn die überwiegende Anzahl der Bäume einen Stammumfang von mindestens 50 Zentimetern in einer Höhe von einem Meter über dem Boden aufweist.

"Auch bewirtschaftete Streuobstwiesen sind ökologisch wichtig"

Streuobst

Artenvielfalt braucht alte Bäume und strukturreiches Dauergrünland, in dem Tiere und Insekten Unterschlupf finden. Aber auch bewirtschaftete Streuobstwiesen sind ökologisch wichtig, vor allem für bestimmte Bienenvölker. Wir wollen das ihre Pflege und der Pflanzenschutz weiter möglich bleiben. Schließlich liefern sie uns heimische Äpfel, Birnen und Zwetschgen“, betont Eric Beißwenger (CSU), der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag.

„Ich bitte alle Landwirte in Bayern, sich nicht durch Falschinformationen, wie sie teilweise in den sozialen Netzwerken verbreitet werden,  zum Griff zur Säge verleiten zu lassen.“

Mit Material von CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag