Forstbetrieb 2030

Kaniber kritisiert Bund Naturschutz

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 19.05.2021 - 10:28

Steht den bayerischen Staatsforsten ein massives Einsparungsprogramm ins Haus? Der BN spricht davon, die Agrarministerin sieht hierfür keinen Anlass.

Kaniber-Michaela-CSU-Agrarministerin

München – „Die Befürchtungen des Bund Naturschutz sind unbegründet. Es wird im Rahmen des Projekts ‚Forstbetrieb 2030‘ keinen Stellenabbau bei den Staatsforsten geben. Mir ist nicht klar, auf welcher Grundlage der BN von einem ‚massiven Einsparungsprogramm‘ bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) sprechen kann", so äußerte sich die bayerische Landwirtschaftsministerin  zum heutigen Pressegespräch (19. Mai) des Bund Naturschutz in Bayern (BN) zum „Forstbetrieb 2030“.

Das Gegenteil sei der Fall, so Kaniber. Das Programm ‚Forstbetrieb 2030‘ sei ganz bewusst und langfristig initiiert worden, um das Unternehmen Bayerische Staatsforsten in Zeiten des Klimawandels als modernen und leistungsfähigen Forstbetrieb aufzustellen. Ganz im Sinne des Gemeinwohls und der von Ministerpräsident Dr. Markus Söder angekündigten Ausrichtung auf den Klimawald. Dazu gehöre auch, dass das Unternehmen, wie angekündigt, keine Gewinne mehr an den Freistaat Bayern abführen muss.

Wieder einmal werden nur Ängste geschürt

Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diskutieren die BaySF derzeit intensiv, welche Strategien und Maßnahmen im Rahmen des Projekts konkret umgesetzt werden sollen. Ein Vorschlag, über den schlussendlich der Aufsichtsrat des Unternehmens entscheiden wird, liegt deshalb noch gar nicht vor.

"Ich finde es bedauerlich, dass der BN hier auf Basis von Mutmaßungen Ängste schürt, denn es ist angesichts der aktuellen Herausforderungen absolut sinnvoll und notwendig, dass sich der Vorstand intensiv Gedanken über eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Unternehmens macht“, sagt Kaniber.