Friedensnobelpreis

Der Kampf gegen Hunger schafft Frieden

Wolfgang Piller
Wolfgang Piller
am Freitag, 09.10.2020 - 15:18

Nicht Greta Thunberg und erst recht nicht Donald Trump - der Friedensnobelpreis geht heuer an den Kampf gegen Hunger und damit ein kleines bisschen auch an die Bauern der Welt.

Getreidesäcke des Welternährungsprogramms

Der Friedensnobelpreis geht heuer an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP). Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo bekannt. Die UN-Organisation werde damit unter anderem für ihre Bemühungen im Kampf gegen den Hunger sowie ihren Beitrag zur Verbesserung der Friedensbedingungen in Konfliktgebieten ausgezeichnet, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Preis-Bekanntgabe.

"Wir sind sprachlos" – das war die erste Reaktion des Welternährungsprogramms übersetzt ins Deutsche nach dem Gewinn des Friedensnobelpreises. Favoriten waren die Welternährer nicht. Viele hatten damit gerechnet, dass Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihre Fridays-for-Future-Bewegung mit dem Preis geehrt werden würde.

In München sitzt ein Teil des Welternährungsprogramms

Deutschland ist übrigens weltweit der zweitgrößte Geldgeber für die UN-Hilfsorganisation. Darauf machte im Anschluss an die Bekanntgabe Bundesaußenminister Maas aufmerksam. Auch Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber gratuliert dem World Food Programm. „Damit wird die Frage der Welternährung als globales Zukunftsthema noch mehr ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit gerückt“, sagte Kaniber. Sie sei auch ein wenig stolz darauf, dass das Innovations-Cluster des World Food Programm seit fünf Jahren in München seinen Sitz habe.