Zukunft

Junglandwirte legen Katalog mit Zukunftsideen vor

Josef Koch
Josef Koch
am Montag, 13.07.2020 - 14:10

Eine Vielzahl von Ideen hat Bayerns Agrarministerin Kaniber von Jungbauern erhalten. Mal sehen, was sie davon umsetzen wird.

Kaniber-Junglandwirte-Kommission

Neben einer Vision für eine zukunftsfähige Landwirtschaft haben Bayerns Junglandwirte in ihrem Abschlussbericht geradezu ein Ideenfeuerwerk gezündet, so Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber. "Der Bericht enthält viele Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der bayerischen Agrarpolitik“, sagte die Ministerin. Sie hat heute den Bericht bei einer Abschlusskonferenz in der Münchner Residenz entgegengenommen.

Die von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber vor rund einem Jahr einberufene Junglandwirte-Kommission hat ihren Abschlussbericht vorgestellt. In dieser Kommission wurden junge, motivierte und technologieaffine Bäuerinnen und Bauern eng in den agrarpolitischen Diskurs eingebunden.

Die Bayerische Junglandwirte-Kommission setzte sich aus 37 jungen Landwirtinnen und Landwirten zusammen und repräsentiert die Vielfalt der Landwirtschaft, der Regionen und der Ausbildungswege.

Welches Thema sollte die Zukunftskommission Landwirtschaft vordringlich behandeln?

Choices

Netzwerk von Experimentierbetrieben gewünscht

Der Bericht kommt laut der Ministerin zur rechten Zeit, denn auf EU- und Bundesebene stehen intensive Debatten und Entscheidungen zur Neuausrichtung der Agrarpolitik an – der Green Deal mit der Strategie „vom Hof auf den Tisch“, die Diskussionen zur Biodiversität oder der Umbau der Nutztierhaltung.

Die Ministerin wird die Vorschläge jetzt prüfen, insbesondere die vorgeschlagene Einrichtung eines Netzes landwirtschaftlicher Experimentierbetriebe, den Ausbau der Tierwohlprämien und auch den Vorschlag zur Entwicklung von Beratungs-Apps.

Bonuspunkte für regionalen Einkauf vorgeschlagen

Überlegenswert ist nach Einschätzung der Ministerin auch die Entwicklung einer Art Payback-Karte mit Bonus-Konto für den Einkauf von Regionalprodukten. Die Karte sei aber nur gemeinsam mit dem Lebensmitteleinzelhandel realisierbar.

„Die erfolgreiche Arbeit dieser Kommission zeigt der nächsten Generation in der Landwirtschaft auch deutlich, dass es sich lohnt, die eigene berufliche Zukunft mitzugestalten“, sagte die Ministerin. Für die Politik sei der Austausch mit der jungen Generation wichtig, um die Landwirtschaft in eine gute Zukunft führen zu können.

 

Abschlussbericht