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Wolfsmanagement

Heidl fordert Wolfsabschuss

Bayerischer Bauernverband
am Donnerstag, 11.03.2021 - 17:00

Wegen den aktuellen Rissen steht die regionale Weidetierhaltung aus Sicht des Bauernverbandes vor einer existentiellen Bedrohung.

Bayerischer Bauernverband

In einem offenen Brief an den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber fordert Bauernpräsident Walter Heidl einen umfassenden Schutz für die bäuerliche Weide- und Freilandhaltung mit ihren Leistungen für Kulturlandschaft, Artenvielfalt und Tierwohl. Die Ausbreitung des Wolfes dürfe nicht dazu führen, dass naturnahe und tierwohlgerechte Landwirtschaft in manchen Regionen aufgegeben wird.

„Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung kann nicht alleine über den Herdenschutz gesichert werden, sondern macht auch ein konsequentes Bestandsmanagement der Wölfe erforderlich“, schreibt Bauernpräsident Heidl an den Umweltminister. Er bittet Glauber deshalb um eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Entnahme in der betroffenen Region. Herdenschutz im Sinne des Ausbruchschutzes für die gehaltenen Tiere sei für Weidehalter selbstverständlich – „ein ‚Rüstungswettlauf‘ um die maximale Einfriedung der Tierbestände ist den Weidetierhaltern nicht zumutbar“, so Heidl.

Die mitteleuropäische Flachlandpopulation des Wolfes mache eine Bestandsregulierung generell erforderlich. Die europäischen Regelungen der FFH-Richtlinie ermöglichen eine Bestandsregulierung, die bereits in manchen EU-Mitgliedstaaten praktiziert wird und europarechtlich nicht in Frage gestellt ist. Die geschaffenen Regelungen im Bundesnaturschutzgesetz sind in Anbetracht dessen ein erster wichtiger Schritt, jedoch keinesfalls ausreichend, um ein konsequentes Management des Wolfes umsetzen zu können. Die jetzige Vorgehensweise gefährdet die gesamte extensive Weidehaltung und die Bewirtschaftung von Almen und Alpen. Dazu darf es nicht kommen.

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