Tierwohl

Günstigere Fleischbeschau für kleine Schlachtbetriebe?

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 09.07.2021 - 17:22

Um kleine, regionale Schlachtbetriebe zu unterstützen, will Bayern die Fleischbeschaugebühren anpassen. Das hat Umweltminister Glauber angekündigt.

Fleischbeschau-Schwein

Das Umweltministerium prüft derzeit, die Fleischbeschaugebühren für kleinere, handwerklich strukturierte Schlachtbetriebe gerechter zu gestalten. Das bestätigte Umweltminister Thorsten Glauber am Rande des Besuchs eines Betriebs mit Strohschweinehaltung im Landkreis Hof. Er sieht dies als einen Beitrag, die bestehenden regionalen Strukturen im Schlachtbereich zu erhalten.

„Unser Ziel sind kurze Wege, sichere Produkte und mehr Tierwohl zusammen mit der Landwirtschaft,“ so der Umweltminister. Schließlich bedeute mehr Tierwohl wie das Halten von Strohschweinen auch höhere Kosten. Er sieht in der Strohschwein-Initiative ein gutes Beispiel für eine zukunftsfähige Tierhaltung.

„Wir wollen hochwertige Lebensmittel von gesunden Tieren aus artgerechter Haltung und brauchen dazu eine Weiterentwicklung der Tierhaltung. Das schaffen wir nur zusammen mit der Landwirtschaft,“ ist Glauber überzeugt. Dazu zähle auch eine tierschutzkonforme Schlachtung. Feste Kooperationen mit einem nahegelegenen regionalen Schlachtbetrieb stärken den Tierschutz.

Richard Mergner, Vorsitzender des Bund Naturschutz, erklärte, dass es sehr wichtig sei, Metzgereien und kleine Schlachtstätten, die noch selbst schlachten, und wegen der geringen Stückzahlen bei den Fleischhygienegebühren benachteiligt seien, baldmöglichst finanziell zu entlasten.