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Hitzewelle

Grundwasserstand sinkt auch in Bayern

Alexandra Königer
Alexandra Königer
am Dienstag, 19.07.2022 - 13:59

70 Prozent der Messstellen zeigen niedrige bis sehr niedrige Wasserstände.

Hitzewelle-Thermometer

Die Staatsregierung verschärft angesichts der Trockenheit die Beobachtung der Grundwasserstände in Bayern. „70 Prozent der Messstellen zeigen niedrige bis sehr niedrige Grundwasserstände“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettsitzung in München.

Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat zudem von Niedrigwasser bei der Hälfte der fließenden Gewässer und Seen berichtet. Bereits gestern habe man die sogenannte „Aktivierungsstufe gelb“ des Niedrigwasserleitfadens ausgerufen, das bedeutet unter anderem, dass die Wasserwirtschaft die Beobachtung der Lage intensiviert und wöchentlich berichtet.

Keine wesentlichen Verschlechterungen für Ernte erwartet

Aktuelle Gegenmaßnahmen sind laut Herrmann die gezielte Speicherbewirtschaftung und die Überleitung von Wasser von der Donau ins Regnitz- und Maingebiet. Aktuell sei aber nicht mit einer Beeinträchtigung der Wasserversorgung zu rechnen.

Auch bei der Ernte geht Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) derzeit nicht von „wesentlichen Verschlechterungen“ aus. Angesichts der Hitze in Teilen Bayerns wiederholte Herrmann den Appell des Gesundheitsministers, sich „ernsthaft auf die sommerlichen Temperaturen einzustellen“. Gerade Ältere und vulnerable Gruppen sollen auf die eigene Gesundheit achten und genug trinken.

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