Ökolandbau

Geringeres Ertragsniveau im Ökolandbau

Deutscher Bundestag
am Freitag, 29.11.2019 - 11:49

Bio-Kulturen erzielen um bis zu 40 Prozent weniger Ertrag als konventionelle.

Getreide, Ackerbau

Berlin - Der systemorientierte Ansatz des ökologischen Landbaus hat zur Folge, dass die Erträge im Vergleich zur konventionellen Bewirtschaftung in der Regel niedriger ausfallen. Im Ackerbau liege demnach das durchschnittliche Ertragsniveau in Mittel- und Westeuropa (abhängig von Standort, Fruchtart und Bewirtschaftungssystem) bei neun bis 40 Prozent unter dem der konventionellen Landwirtschaft. Das teilt die Bundesregierung in einer Antwort (19/14539) auf eine Kleine Anfrage (19/13882) der AfD-Fraktion mit.

Mehr Fläche beansprucht

Dabei würden die Ertragsunterschiede stark von der Intensität und dem Management der Bewirtschaftung, dem Standort und der Kultur abhängen. Eine Ausweitung der ökologischen Wirtschaftsweise könnte eine Zunahme des Flächenanspruchs zur Folge haben. 

Um den Flächenanspruch abzuschätzen, sei es neben der Intensität und dem Management aber auch nötig zu wissen, wie sich die Produktion infolge einer Ausdehnung des ökologischen Landbaus verändert, da die Ertragsunterschiede in hohem Maße von dem Standort sowie der Kultur abhängig seien.   

Darüber hinaus würden technologische Entwicklungen, Ernährungsgewohnheiten oder Bemühungen zur Reduktion von Ernte- und Lebensmittelverlusten dazu führen, dass eine Extensivierung der Produktion nicht zwangsläufig zu einer Intensivierung an anderer Stelle führen muss.