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Bauernprotest

Geharnischte Reaktion von LsV

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Donnerstag, 05.03.2020 - 14:29

Die Vorhaltungen von Politikerinnen, die Landwirte könnten sich radikalisieren und ins rechte Lager überlaufen, will LsV nicht auf sich sitzen lassen.

Passau

Konkret geht es um Äußerungen der bayerischen Ministerin Michaela Kaniber vom 3. März und der Bundesministerin Julia Klöckner vom 13. Januar, in denen diese kritisieren, dass so mache Parole, die auf den Protestveranstaltungen der Bauern zu höre sei, sich stark nach AfD-Handschrift anhöre.

In einer heute erschienenen Pressemitteilung wirft "Land schafft Verbindung (LsV)" den Politikerinnen vor, nur von eigenen Fehlern und Versäumnissen ablenken zu wollen und dabei auch nicht davor zurückzuschrecken, die Bauern in der Gesellschaft schlecht zu machen. Die Politik habe versäumt, mit der Landwirtschaft und anderen Berufsgruppen ehrlich umzugehen. Als eigenes Versäumnis räumt LsV ein, dass Landwirte zu viel Vertrauen in Politik und Staat gesetzt hätten.

Partei- und verbandneutral

Außerdem wies die Bewegung "Land schafft Verbindung" darauf hin, dass sie partei- und verbandsneutral agiere. Sofern die AfD auf Veranstaltungen anwesend sei, werde sie des Platzes verwiesen.

"Wir wollen gerecht behandelt werden", fordert LsV abschließend. Dies sei  ein menschliches Grundbedürfnis. Die Fakten, die die Bewegung auf den Tisch gebracht habe, dürften durchaus kritisch betrachtet und unter wissenschaftlichen Aspekten ausgewertet werden.