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EU-Agrarpolitik

GAP: Wojciechowski hat die Kleinen im Visier

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 12.07.2021 - 09:23

EU-Agrarkommissar will bei den nationalen Strategieplänen besonders auf Förderung von Kleinlandwirten achten.

Wojciechowski-Janusz-EU-Agrarkommissar

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski sieht sich mit der Reform der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) seinem Ziel ein deutliches Stück nähergekommen, Kleinlandwirte stärker zu unterstützen. Nach seiner Meinung bietet die Reform über das neue Instrument der Öko-Regelungen (Eco-Schemes) gerade für kleine und mittlere Betriebe ideale Möglichkeiten, ihre Einkommen aufzubessern.

Unterstützt würden beispielsweise Methoden der Präzisionslandwirtschaft, die Förderung des Tierwohls und die Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise. Ziel der ländlichen Entwicklung in der GAP sei es außerdem, die Lebensmittelverarbeitung durch kleinere landwirtschaftliche Betriebe zu fördern und so deren Wertschöpfung zu steigern. Der PiS-Politiker kündigte an, dass die EU-Kommission bei der Genehmigung der nationalen GAP-Strategiepläne ein besonderes Augenmerk auf die Förderung kleiner Agrarstrukturen richten werde.

Osteuropäer mit hohem CO2-Ausstoß je Hektar

Bei den gesetzten Zielen in der Farm-to-fork-Strategie (Vom Hof auf den Tisch) stellte der Agrarkommissar fest, dass die Mitgliedstaaten sich vielfach in sehr unterschiedlichen Ausgangslagen befänden.

Während beispielsweise Österreich beim Ökolandbau mit einem Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Anbaufläche mit deutlich über 25 % EU-weit der Spitzenreiter sei, würden sich viele mittel- und osteuropäische EU-Länder hier erst im unteren einstelligen Prozentbereich bewegen. Anders sehe es aber beim Kohlenstoffausstoß je Hektar Agrarfläche aus, denn hier lägen viele östliche Mitgliedstaaten mit vorne.

Mit Material von AgE