Innenentwicklung von Kommunen

Flächenverbrauch eindämmen, Ortskerne beleben

Gewerbegebäude
Karola Meeder Portrait 2019
Karola Meeder
am Dienstag, 27.08.2019 - 14:04

Studie in Unterfranken: Zehn Gemeinden konnten Neuausweisung von 50 Hektar Land und 270 Leerstände vermeiden.

Um den Flächenverbrauch einzudämmen, setzt Bayern seit Jahren verstärkt auf die Innenentwicklung der Kommunen. Dass dieses Konzept zur Belebung der Ortskerne wirksam und erfolgreich ist, belegt eine aktuelle Studie, die Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber vorgestellt hat. Für die Studie wurde die Entwicklung der zehn Gemeinden der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal in Unterfranken zwischen 2008 und 2017 wissenschaftlich begleitet und ihre Anstrengungen zur flächensparenden Innenentwicklung ausgewertet. Das Ergebnis: Allein in diesen Kommunen wurden die Neuausweisung von 50 Hektar Land und 270 Leerstände vermieden. Zudem wurden den Bürgern insgesamt über vier Millionen Euro für Straßen, Kanalisation, Stromleitungen und Wasserleitungen erspart. „Diese Studie belegt eindeutig, welches Potenzial in der Innenentwicklung und der Ortskernbelebung stecken. Wenn, wie hier, alle an einem Strang ziehen und konsequent das Ziel Flächensparen verfolgen, kann sehr viel erreicht werden“, sagte die Ministerin. Dieses Engagement sei beispielgebend für den ländlichen Raum.

Die zehn Kommunen im Oberen Werntal hatten die Innenentwicklung 2008 zu einem Schwerpunktthema gemacht und das in einer gemeinsamen Erklärung dokumentiert. Sie verpflichteten sich, vorrangig die Ortskerne zu entwickeln, die Potenziale flächendeckend mit der Flächenmanagement-Datenbank und dem Vitalitäts-Check (Flächennutzung, Bevölkerungsentwicklung, Versorgung oder Arbeitsmarkt etc.) zu erfassen sowie leerstehende Gebäude und Baulücken konsequent zu nutzen. Begleitet und unterstützt wurde die Entwicklung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken.

Mit Material von StMELF