Treibhausgase

EU und USA wollen Methanemissionen deutlich verringern

aiz
am Dienstag, 21.09.2021 - 06:17

Auch der Agrarsektor - insbesondere die Rinderhaltung und der Reisanbau - werden davon betroffen sein.

Berglandwirtschaft

Die EU und die USA wollen ihren Methanausstoß zwischen 2020 und 2030 um 30% absenken. Vor allem sollen Lecks in Gasleitungen gestoppt werden, und bei der Förderung von Öl und Gas will man das Entweichen des klimaschädlichen Methans verhindern. Auch im Agrarsektor - insbesondere in der Rinderhaltung und im Reisanbau - sieht man Reduktionspotenzial bei den Methanemissionen. Am Rande einer Videokonferenz verkündeten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden einen "Global Methane Pledge".

30 Prozent Minderung angestrebt

Diesem Plan haben sich neben der EU und den USA auch Großbritannien, Indonesien, Mexiko, Argentinien und der Irak angeschlossen. Auf dem Klimagipfel im November in Glasgow soll die Methan-Initiative vorgestellt werden, in der Hoffnung, dass sich vor allem China, Indien, Brasilien und Saudi-Arabien anschließen werden. Eine 30%ige Verminderung des Methans soll den Temperaturanstieg bis 2050 um 0,2% senken. Die EU hat sich selbst zwar höhere Ziele für die Methanverminderung gestellt, möchte aber möglichst viele der großen Emittenten einbinden.

In den USA läuft ein freiwilliges Programm für Landwirte. Es gibt dort Anreize für ein klimafreundliches Güllemanagement und für den Einsatz von Futtermittelzusatzstoffen in der Rinderhaltung.