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Tierwohl

EU-Agrarrat: Darüber unterhalten sich die EU-Agrarminister

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 17.01.2022 - 09:22

Beim Treffen der EU-Agrarminister solle es um Tierwohl, Klimaschutz und der Krise am Schweinemarkt gehen.

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Beim heutigen Treffen der EU-Agrarminister in Brüssel (17.1.) geht es neben der Vorstellung des französischen Ratspräsidentschaftsprogramms auch um einen Bericht der EU-Kommission zu Tierschutzthemen sowie eine Präsentation der EU-Kommission zu ihren Vorstellungen von nachhaltigen Kohlenstoff-Kreisläufen.

Daneben soll es auch um die Marktlage für landwirtschaftliche Erzeugnisse gehen, vor allem um die Lage auf dem Schweinemarkt. Hier erwarten EU-Parlamentarier Unterstützung der Kommission in der Krise.

Zudem plant Bundesagrarminister Cem Özdemir zudem ein Treffen mit seinen Amtskollegen aus Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und Tschechien. Im Vorfeld des Treffens sicherte Özdemir seinem französischen Kollegen "voll und ganz" seine Unterstützung für das Präsidentschaftsprogramm zu. Gemeinsam arbeiten Deutschland und Frankreich für einen deutlich besseren Tierschutz in Europa und einen agrarökologischen Wandel – etwa durch weniger Pflanzenschutzmittel auf dem Feld.

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Vorschläge zu EU-Humuszertifikaten

Mit der Mitteilung über Nachhaltige Kohlenstoff-Kreisläufe möchte die Kommission die langfristige Speicherung von Kohlenstoff in der gesamten EU ankurbeln und ausbauen. Dies soll eine Maßnahme der Farm-to-Fork-Strategie ("Vom Hof auf den Tisch") und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz sein. Aus diesem Grund wird die Kommission Ende 2022 einen Rechtsrahmen für die Zertifizierung der Kohlenstoffspeicherung (bzw. CO2-Bindung) vorschlagen, der durch eine Folgenabschätzung und eine offene öffentliche Konsultation begleitet wird.

In der Mitteilung wird die Kommission Maßnahmen vorgeschlagen, wie Landbewirtschafter für die Verringerung von Treibhausgasemissionen (z. B. durch Moorbodenschutz) und eine verstärkte Kohlenstoffspeicherung (z. B. durch Aufforstung, Agroforst oder Humusaufbau) auf der Grundlage eines glaubwürdigen Geschäftsmodells besser entlohnt werden können. „Greenwashing“ soll dadurch vermieden werden.