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Versorgungssicherheit

Ernährungssicherung ist Thema beim G7-Treffen

Josef koch
Josef Koch
am Dienstag, 08.03.2022 - 08:01

Vertreter aus der Ukraine sind beim Treffen dabei. Versorgungssicherheit und offene Märkte auch für Produktionsmittel auf Agenda.

Özdemir-Ukraine

Bundesagrarminister Cem Özdemir hat wegen der Folgen des Ukrainekriegs das Thema Ernährungssicherheit auf die Agenda des G7-Treffens gesetzt. So treffen sich die G7-Agrarministerinnen und -minister aus Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien am kommenden Freitag (11.3.) zu einer außerordentlichen virtuellen Sitzung. Teilnehmen sollen auch der ukrainische Landwirtschaftsminister sowie Vertreter internationaler Organisationen, darunter die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Deutschland hat in diesem Jahr die G7-Präsidentschaft inne.

Die Ressortchefs wollen die internationalen Auswirkungen des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine diskutieren. Im Zentrum stehen eine gemeinsame Analyse der weltweiten Ernährungssicherung und Fragen, wie Märkte für landwirtschaftliche Produkte und Produktionsmittel offengehalten und stabilisiert werden können.

 

Soll man agrarpolitische Themen wie Rote Gebiete oder Stilllegung mit dem Ukrainekrieg verknüpfen?

Auswahlmöglichkeiten

Özdemir: Putins Krieg gefährdet Welternährung

Özdemir räumt ein, dass Putins Krieg die Ernährung von Menschen weltweit gefährdet. Die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland und der EU ist seiner Meinung nach zwar gesichert, jedoch ist mit größeren Versorgungsengpässen in einigen Ländern außerhalb der EU zu rechnen – vor allem dort, wo heute schon Nahrungsknappheit etwa aufgrund von Dürren herrscht.

Auch in den Industrieländern sind Preisanstiege für landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht auszuschließen. Dem deutschen Agrarminister ist wichtig, dass die G7-Staaten einen Beitrag leisten, um die Agrarmärkte zu stabilisieren und die Ernährungssicherung in den Blick nehmen. „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass dieser sinnlose Krieg die Lebensmittelversorgung in einigen Teilen der Welt nicht noch weiter verschärft,“ nennt Özdemir als Ziel des Treffens.

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