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Versorgungssicherheit

Eiweißpflanzen: 20 EU-Staaten drängen auf gemeinsame Strategie

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 21.03.2022 - 15:09

Große Unterstützung für EU-Eiweißpflanzenstrategie beim Treffen der EU-Agrarminister.

Ackerbohnen-Feld

Beim Treffen der EU-Agrarminister am Montag (21.3.) gab es eine große Unterstützung für eine EU-Eiweißpflanzenstrategie. 20 EU-Länder haben Österreichs Vorstoß unterstützt, darunter auch Deutschland, Spanien, Portugal und osteuropäische Staaten. Die Reaktion der EU-Kommission auf den massiven Vorstoß der Länder steht noch aus.

Die verstärkte europäische Produktion von pflanzlichem Eiweiß bildet nach Auffassung der Länder den Weg zur größeren Unabhängigkeit der EU von Futtermittelimporten aus Drittstaaten. Um die Eigenversorgung in Österreich und Europa langfristig abzusichern, braucht es laut Österreichs Agrarministerin Elisabeth Köstinger über das Krisenpaket (Vier-Punkteplan) hinaus, das die EU-Kommission vorgelegt hat, eine eigene EU Eiweißstrategie.

Initiative kam aus Österreich

„Seit 2018 forciere ich dieses Thema auf europäischer Ebene. Wir müssen jetzt eine Strategie für die gesamte EU erarbeiten und konsequent umsetzen,“ so Köstinger.

Eine entsprechende Strategie für die österreichische Eiweißversorgung hat die Alpenrepublik bereits im letzten Jahr erarbeitet. Im vergangenen Dezember startete Bundesministerin Köstinger zusammen mit dem französischen Landwirtschaftsminister Denormandie eine gemeinsame Initiative zum Prozess einer EU Eiweißstrategie.