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Mobilfunk

Digitalisierung: 5G überall auf dem Land nötig

Josef koch
Josef Koch
am Dienstag, 22.03.2022 - 16:59

Berufsvertretung und Kommunen verlangen flächendeckende 5G-Netze bei neuer Lizenzvergabe.

Mobilfunkmast-Grünland

Um eine flächendeckende Versorgung der ländlichen Räume mit leistungsfähigen und unterbrechungsfreien mobilen Sprach- und Datendiensten zu erreichen, ist die anstehende Frequenzvergabe auf eine konsequente und zeitnahe Flächenversorgung mit einer 5G-Versorgungsqualität auszurichten.

Daher fordern der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Landkreistag (DLT), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) für die künftigen Frequenznutzungsrechte für Mobilfunknetzbetreiber einen „Masterplan Digitale Infrastruktur Ländlicher Raum“. Die bestehenden Nutzungsrechte von Frequenzen in den Bereichen bei 800 MHz, 1.800 MHz und 2,6 GHz laufen zum Ende 2025 aus.

Verlängerung von Frequenzrechten keine Option

Die Option einer Verlängerung bestehender Frequenznutzungsrechte über 2025 hinaus kommt für die Verbände nicht in Frage. Vielmehr wird in einer Negativ-Auktion ein geeigneter Weg für eine effiziente Vergabe der Frequenzen gesehen, der einen flächendeckenden Netzausbau rechtlich absichert, aber auch verhindert, den Unternehmen über Gebühr hinaus finanzielle Mittel zu entziehen, die sie für den Netzausbau benötigen.

Auch könnten darüber die möglichen Interessen des „vierten“ Mobilfunknetzbetreibers hinreichend Berücksichtigung finden. Bei den Versteigerungen sollten nach Ansicht der Verbände die zu vergebenden Frequenzblöcke ausreichend groß sein und Kooperationen unter den Mobilfunknetzbetreibern (gemeinsame Frequenznutzung, Roaming) unterstützt werden.

 

Landwirte auf 5G künftig angewiesen

Bei der so möglichen vollständigen Abdeckung ländlicher Räume ist eine Versorgungsqualität auf Basis von 5G-Anwendungen über entsprechende Versorgungsauflagen sicherzustellen. Die Verbände stellen klar, dass die gesamten ländlichen Räume und damit auch land- und forstwirtschaftliche Flächen in den nächsten Jahren immer mehr auf ein hochleistungsfähiges Internet auf Basis von Glasfaser- und 5G-Mobilfunktechnik angewiesen sein werden.

Die Innovationspotentiale im digitalen Bereich sind aus DBV-Sicht auch in der Fläche enorm. Eine hohe Versorgungsqualität müsse in den ländlichen Räumen genauso sichergestellt werden wie in den Siedlungsbereichen und bei den Verkehrswegen.

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