Ausbildung

DBV fordert: Mehr Öko in der Ausbildung

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Sepp Kellerer
Sepp Kellerer
am Dienstag, 14.09.2021 - 16:50

Eine eigene duale Ökoausbildung soll es nicht geben. Trotzdem sollen Landwirtschaftslehrlinge Ökolandbau lernen und sie sollen darin auch geprüft werden. Das fordert der Deutsche Bauernverband und verweist auf Empfehlungen, die fast 30 Jahre alt sind.

Neben dem Ökolandbau soll auch das nachhaltige berufliche Handeln bundesweit in die landwirtschaftliche Aus-, Fort- und Weiterbildung eingebunden werden. Das gilt auch für den Obst- und Gemüsebau sowie Weinbau. Das haben Werner Schwarz (DBV-Vizepräsident und Vorsitzender DBV-Fachausschuss für Berufsbildung) und Henrik Wendorf (DBV Präsidiumsmitglied und Vorsitzender DBV-Fachausschuss Ökolandbau) bei der Abschlusstagung eines Bundesprojekts zum Ökolandbau in die landwirtschaftlichen Berufsbildung gefordert. Einen eigenständigen, zusätzlichen dualen Ausbildungsberufs für Ökolandbau halten sie aber nicht für zielführend.

Ökolandbau auch in die Abschlussprüfung

Aus berufsständischer Sicht sind besonders die Berufsschulen gefordert. Sie müssen die seit 1994 geltenden Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (KMK) für bundesweit flächendeckend umsetzen. Darin sind jeweils 40 Unterrichtsstunden im zweiten und dritten Ausbildungsjahr für die Vermittlung von Ausbildungsinhalten zum Ökolandbau vorgesehen. Diese müssen in die jeweiligen Fachthemen integriert und handlungsorientiert vermittelt werden. Außerdem sind Lehrinhalte des Ökolandbaus verbindlich bei Abschluss- und Fortbildungsprüfungen zu integrieren. Besonders wichtig wird daher auch die stetige berufsbegleitende Weiterbildung von Berufsschullehrern, Ausbildern und Prüfern sein.
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