Agrarförderung

Coronakrise: USA legen Hilfsprogramm für Landwirte auf

Josef Koch
Josef Koch
am Montag, 20.04.2020 - 14:30

Weil die US-Farmer wegen der Coronakrise erhebliche Verluste haben, legt die Regierung ein 19 Mrd. US-Dollar schweres Hilfsprogramm auf.

Perdue_Sonny_US-Agrarminister

Für US-Farmer soll in Zeiten von COVID-19 ein Soforthilfeprogramm 19 Mrd. US-Dollar oder 17,50 Mrd. Euro) bereitgestellt werden, kündigte US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue an. Das sogenannte "Coronavirus Food Assistance Program" soll helfen, die landwirtschaftliche Produktion sowie die Lebensmittelversorgungskette sicherzustellen, sodass die US-Bürger weiterhin Zugang zu den benötigten Lebensmitteln haben.

16 Mrd. US-Dollar davon sieht die US-Regierung direkt für Landwirte auf Basis tatsächlicher Verluste durch Marktverwerfungen vor. 3 Mrd. US-Dollar will die Regierung für den Aufkauf von frischem Obst und Gemüse, Milchprodukten sowie Fleisch aufwenden und an gemeinnützige Organisationen für bedürftige Amerikaner abgeben.

Lebensmittel sogar vernichtet wegen unterbrochener Lieferketten

Die direkten Zahlungen sollten "so schnell wie möglich" verfügbar sein, da die Verluste der Farmer beispiellos seien, sagte Perdue laut Reuters.

Die US-Landwirte hatten in den vergangenen Wochen aufgrund der Unterbrechung von Lieferketten Produkte wie Milch und Gemüse wegwerfen müssen. So fielen wegen der Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus Restaurants und Schulen als Abnehmer weg, Lkw-Fahrer, die die Waren transportierten, fielen aus und auch der Export brach weg.

"Das ist nicht nur finanziell belastend, sondern das bricht den Produzenten auch das Herz", sagte Perdue. Er gehe davon aus, dass weitere Hilfen benötigt würden.

Mit Material von aiz