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Liquiditätssicherung

Coronakrise: Größere Gärtnereien bekommen auch Soforthilfen

Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 03.04.2020 - 10:15

Bayern hat bei seinem Soforthilfeprogramm nochmals nachgebessert. Jetzt können auch größere landwirtschaftliche Gärtnereien Unterstützung bekommen.

Gemüseanbau-Feld

Auf Initiative von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wird die bayerische Corona-Soforthilfe auch auf landwirtschaftliche Betriebe ausgeweitet, die mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigen. „Damit können wir jetzt auch größeren Gartenbaubetrieben und landwirtschaftlichen Unternehmen, die um ihre Existenz fürchten, helfen“, sagte Kaniber.

Landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern waren bisher durch alle staatlichen Auffangnetzte gefallen. „Jetzt haben wir dieses Manko ausgeglichen“, sagte Kaniber. Sie hatte sich am Mittwoch mit einem Brandbrief in dieser Sache an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gewandt.

Rund 1500 Betriebe betroffen

Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums gibt es in Bayern rund 1500 landwirtschaftliche Gärtnereibetriebe, die mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigen. Diese kamen bei den Soforthilfen des Bundes und im bayerischen Programm für bis zu 250 Beschäftigte nicht zum Zug.

Zu diesen Betrieben gehören zum Beispiel Zierpflanzen-Produzenten, die große Stückzahlen für den Handel produzieren oder große Gemüseanbaubetriebe, die den Frischmarkt oder die Verarbeitungsindustrie beliefern. „In der Bewältigung der Corona-Krise hat Bayern frühzeitig Hilfen aufgelegt, die hervorragend angenommen werden. Durch die erneute Ausweitung der Hilfen sorgen wir dafür, dass keiner auf der Strecke bleibt. Jeder Betrieb ist uns wichtig“, sagte Kaniber.