Klimawandel

CO2-Emissionen in der EU sinken, steigen aber weltweit

CO2-Bepreisung
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 16.09.2020 - 11:04

Die EU hat ihre CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent reduziert.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben die globalen Treibhausgasemissionen stetig zugenommen. Die EU-Mitgliedstaaten und das Vereinigte Königreich konnten den Trend jetzt umkehren, da ihre CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent zurückgingen. Dies bedeutet, dass die fossilen CO2-Emissionen der EU und Großbritanniens um 25 Prozent unter dem Niveau von 1990 lagen - der größte Rückgang unter den Wirtschaftsräumen mit den höchsten Emissionen weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie zu globalen Treibhausgasemissionen der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission.

Anstiege vor allem in Schwellenländern

Den größten prozentualen Anstieg der Emissionen zwischen 2018 und 2019 verzeichnete China (+3,4 Prozent), gefolgt von Indien (+1,6 Prozent), während Japan seine fossilen CO2-Emissionen um 2,1 Prozent, die Vereinigten Staaten um 2,6 Prozent und Russland um 0,8 Prozent verringerten.

Seit 1990 ist auch ein rückläufiger Trend bei den CO2-Emissionen pro Kopf und gemessen an der Wirtschaftsleistung in ganz Europa zu verzeichnen.

Die Studie beruht auf den Ergebnissen der jüngsten Aktualisierungen der Emissionsdatenbank für die globale Atmosphärenforschung (EDGAR). Es wurde von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) entwickelt und liefert einen Maßstabt, mit dem nationale und globale Schätzungen verglichen werden können.

EDGAR erstellt eine jährliche Zeitreihe für die globalen CO2-Emissionen, die alle Länder, alle wichtigen Emissionssektoren (mit Ausnahme von Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft) abdeckt und für jedes Land die gleiche Methodik anwendet.