Gemeinsame Agrarpolitik

CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Farm-to-Fork muss überarbeitet werden

Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 03.07.2020 - 13:25

Politiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bemängeln, dass sie sich zu einseitig auf die Landwirtschaft stürzt.

Bundestag

Agrarpolitikerinnen und -politiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben die EU-Kommission aufgefordert, ihre „Farm-to-Fork-Strategie“ zu ergänzen und anzupassen.

Nach Einschätzung ihres agrarpolitischen Sprechers, Albert Stegemann, umfasst die Farm-to-Fork-Strategie zwar wichtige Bereiche wie die Verzahnung eines widerstandsfähigen europäischen Lebensmittelsystems. Der Schwerpunkt und die konkreten Reduktionsziele würden sich jedoch fast ausschließlich auf die Landwirtschaft fokussieren, ohne dass dies näher erläutert oder begründet wird.

Wie die Landwirte diese Ziele letztlich umsetzen sollen, bleibe genauso unbeantwortet wie Finanzierungsfragen. Nur oberflächlich gestreift werden die Bereiche Handel und Agrarwirtschaft. Auch die Rolle der Verbraucher komme zu kurz.

Aus seiner Sicht müssen die Ziele daraufhin überprüft werden, ob sie vor Ort umgesetzt und finanziert werden können. Auch dürfe es aufgrund von EU-Strategien und entsprechenden Reduktionszielen nicht zu einer Abwanderung der landwirtschaftlichen Produktion ins Ausland kommen, so Stegemann.