Kastration

Bundesrat stimmt Isofluranverordnung zu

Ferkel
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Montag, 23.09.2019 - 16:41

Der Bundesrat hat am Freitag die sogenannte Ferkelbetäubungssachkundeverordnung mit einigen Änderungen beschlossen.

Damit dürfte der Weg frei sein, dass Landwirte zukünftig die Narkose mit dem Gas Isofluran bei der Kastration selbst durchführen können. Der Tierärztevorbehalt wurde für diese Anwendung aufgegeben. Die Interessengemeinschaft der Schweinhalter Deutschland beurteilte den gemachten Schritt als gut. Jede Alternative zum Verzicht auf die betäubungslose Kastration sei wichtig, um möglichst vielen Schweinehaltern eine Lösung zu bieten.

Ob die Änderungen noch zu Einsprüchen seitens der Bundesregierung und des Bundestages führen, bleibt abzuwarten.

Um die Narkose durchführen zu dürfen, ist beispielsweise ein zwölfstündiger Lehrgang mit anschließender mündlicher und schriftlicher Prüfung notwendig. In regelmäßigen Abständen muss eine Fortbildung erfolgen. Die Narkosefähigkeit der Tiere ist vorab zu prüfen.