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BN fordert weniger Pflanzenschutz

Spritze auf Feld
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am Donnerstag, 07.11.2019 - 08:27

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber aufgefordert, eine Reduktionsstrategie für den Pflanzenschutzmitteleinsatz vorzulegen.

Nürnberg Ziel muss es aus Sicht des BN-Vorsitzenden Richard Mergner sein, den Herbizideinsatz bis 2025 zu beenden und für die weitere Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes einen Maßnahmenkatalog zu formulieren und umzusetzen.

Der BN verwies auf Forschungsergebnisse von Prof. Randorf Menzel von der Freien Universität Berlin zu den Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf das Lernverhalten, die Gedächtnisbildung, die Sammelmotivation, die Navigation und die Tanzkommunikation von Bienen. Menzels Forschungsergebnisse hätten gezeigt, dass Mittel aus der Gruppe der Neonikotinoide, aber auch der Wirkstoff Glyphosat die Gehirnprozesse der Bienen störten. Laborversuche hätten gezeigt, dass der neonikotinoide Wirkstoff Thiacloprid die Gedächtnisbildung und den Gedächtnisabruf der Bienen beeinträchtige und bereits sehr niedrige Dosen „massive“ Verhaltensstörungen hervorriefen. Auch bei der Glyphosatanwendung in für die Landwirtschaft üblichen Anwendungsmengen seien Störungen des Orientierungssinns nachgewiesen worden, berichtete Mergner.