Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Gemeinsame Agrarpolitik

Bioland will keine Verschiebung des Green Deals

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 18.05.2020 - 11:37

Für Jan Plagge ist der Green Deal kein Luxus, den man sich in der jetzigen Situation nicht leisten könne.

Thumbnail

Mainz/Terlan - Der Agrarsprecher der konservativen Parteien (EVP) im Europaparlament Herbert Dorfmann hat vorgeschlagen, die Vorlage der „From-Farm-to-Fork“-Strategie auf den Herbst zu verschieben. Jan Plagge, Präsident von Bioland, hat sich dagegen ausgesprochen. Er sieht in der Forderung ein Ausspielen der Krisen gegeneinander. Denn es bestünden Zusammenhänge zwischen all diesen Entwicklungen und Phänomenen.

Wenn die Corona-Pandemie so fatale Folgen für die Wirtschaft habe, dann eben auch, weil die Art des Wirtschaftens der Industrienationen ungesund sei. Sie basiere auf einer weltweiten Ausbeutung billiger Ressourcen und billiger menschlicher Arbeitskraft. Sie basiere auf der Zerstörung von Natur und Umwelt und resultiert in einer absehbaren Klimakatastrophe.

Eine weitergedachte Strategie müsse hier ansetzen. Und zwar in der Form, dass Agrar-, Wirtschafts- und Handelspolitik so vorangetrieben und gestaltet werden, dass die wirtschaftliche Existenz der Menschen den Umwelt- und Klimaschutz einbinde.