Bundestag

Betäubungslose Ferkelkastration - Grüne wollen keine Verlängerung

Thumbnail
Thumbnail
Ulrich Graf
am Montag, 12.11.2018 - 10:42

Die Abgeordneten haben einen Antrag vorgelegt, der sich dagegen wendet, die Ausnahmeregelung zum Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration fortzuführen.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die unverzügliche Umsetzung des Tierschutzes. Dazu haben die Abgeordneten einen Antrag (19/5564) vorgelegt, der sich gegen die Fortführung der Ausnahmeregelung zum Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab dem 1. Januar 2019 wendet.

Darüber hinaus sollen unter anderem nicht kurative Eingriffe wie die Kastration von Ferkeln, das Kupieren von Schwänzen beendet werden und in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verbindliche Haltungs- und Managementvorschriften im Hinblick auf ausreichend Platz, Auslauf, Licht, Beschäftigungsmaterial, artgerechte Fütterung, Einstreu für alle genutzten Tierarten inklusive Fische und Krustentiere in Aquakulturen festgelegt werden.

Auch die ganzjährige Anbindehaltung von Rindern soll verboten werden sowie der Schenkelbrand bei Pferden.

Biologische Vielfalt

In einem weiteren Antrag fordern sie die Stärkung der biologischen Vielfalt. Sie sehen im Verlust an biologischer Vielfalt eine der größten globalen Herausforderungen der Gegenwart. Die Abgeordneten legen deshalb einen Antrag (19/5551) vor, der die Konvention für biologische Vielfalt (CBD) stärken soll.

Danach soll die Bundesregierung mit höchster Priorität ein Biodiversitäts-Nothilfeprogramm aufsetzen und mit ressortübergreifenden Maßnahmen unterlegen, um das Verfehlen der deutschen Biodiversitätsziele abzuwenden. A

ußerdem soll die Regierung sich bei der bevorstehenden Vertragstaatenkonferenz der CBD in Ägypten für eine ambitionierte Weiterführung der Agenda zum Erhalt der biologischen Vielfalt nach 2020 mit konkreten Maßnahmen und überprüfbaren Zwischenschritten einsetzen.