Bauernprotest

BDM auf Protest-Tour

Molkerei
Wolfgang Piller
Wolfgang Piller
am Mittwoch, 15.09.2021 - 15:30

Kurz vor der Bundestagswahl weist der BDM in einer Aktionstour auf die dramatisch schlechte Lage der Betriebe hin. Der Start war in Würzburg.

Zu Beginn dieser Woche hat sich der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, kurz BDM, auf eine elftägige  Aktionstour begeben. Das Ziel: Auf die, wie der BDM in einer Pressemeldung schreibt, "wirtschaftlich dramatische Situation der tierhaltenden Betriebe" aufmerksam machen. Zu einer ohnehin bestehenden massiven Kostenunterdeckung kämen explodierende Kostensteigerungen in fast allen Bereichen der Produktionsebene hinzu. Die Erzeugerpreise dümpelten hingegen auf deutlich zu niedrigem Niveau dahin bzw. sollen einigen Ankündigungen zufolge bereits wieder gesenkt werden.

Dem verarbeitenden Sektor und der noch amtierenden Bundesregierung wirft der BDM unerträgliche Ignoranz und Untätigkeit vor. "Während immer mehr Höfe ihre Stalltore für immer schließen, wird bei den Verarbeitern ordentlich Geld verdient. Die Politik schaut dem aktuellen Marktgeschehen und dem Verhalten der Verarbeiter zu, ganz offensichtlich ohne die Dramatik und das Ausmaß der Misere richtig einschätzen zu können", heißt es in der Pressemeldung.

Unerträglich ignorant und untätig

Die miserable Marktstellung der Bäuerinnen und Bauern verhindere, dass sie ihre berechtigten Forderungen nach einer Bezahlung, die ihnen ein zukunftsfähiges Wirtschaften ermöglicht, im Markt durchsetzen können. Ermöglicht und gefördert werde das durch die aktuelle Agrarpolitik. Alle Forderungen und Vorschläge des BDM und auch von anderen Organisationen der Landwirtschaft, die daran etwas ändern könnten, würden regelmäßig von den Verarbeitern torpediert. Wie dringend der Handlungsbedarf sei und wie dramatisch die Situation der Tierhalter, will der BDM mit seiner Aktionstour öffentlich zum Ausdruck bringen.