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BBV und BDM befürworten Demo am 22. Oktober

Bekenntnis zur Landwirtsch
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 11.10.2019 - 15:39

Beide Verbände sehen in der Protestaktion eine Möglichkeit, auf Politik und Gesellschaft einzuwirken.

BBV sieht in "Graswurzelaktionen" eine Unterstützung seiner Arbeit

Der Bayerische Bauernverband befürwortet jedes Engagement als Zeichen der Mahnung in der aktuell schwierigen Situation und der miesen Stimmung in der Land- und Forstwirtschaft. Zielführend sei es, sachlich deutlich zu argumentieren sowie gewaltfrei vorzugehen.

Jeder Landwirt und jede Bäuerin, so der Hinweis des Verbandes, müsse selbst entscheiden, an sogenannten Graswurzel-Aktionen mitzumachen.

Die Aktion mahne gegen:

  • Steigende Auflagenflut
  • Überzogene Bürokratie
  • Dumpingpreise für Essen
  • Ungebremsten Flächenverbrauch
  • Unfaire Handelspolitik
  • Öffentliches Bauernbashing.

Kein "Weiter so wie bisher" fordert der BDM

Der Bundesverband der Milchviehhalter sieht am 22. Oktober die Möglichkeit, dass alle Sektoren der Landwirtschaft gemeinsam auf die Straße gehen und für eine wirtschaftlich nachhaltige Zukunft ihrer Betriebe zu demonstrieren.  Für viele Bäuerinnen und Bauern hätten die im Agrarpaket der deutschen Bundesregierung vorgesehenen Verschärfungen des Ordnungsrechts für Insekten- und Klimaschutz das Fass zum Überlaufen gebracht.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM sieht die Notwendigkeit deutlicher Veränderungen, diese müssten aber umsetzbar sein und vor allem müssten sie von den Landwirten auch finanziert werden können. Gegenwärtig wäre es aber so, dass die immer detaillierteren Vorschriften und Auflagen für die Landwirte einen erheblichen Aufwand bedeuten und dieser nicht nur zu einem weiter steigenden Kostendruck führe, sondern zum Teil auch Zielkonflikte hervorrufe. Es werde Zeit, grundsätzlich zu denken und vorzugehen. Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben. Solange dieses Umsteuern nicht eingeleitet werde und umgesetzt sei, würden die Landwirte sich gegen Verschärfungen der Produktionsauflagen durch Ordnungsrecht wehren oder – noch schlimmer – aufgeben.