Bundesrat

Bayern lehnt neue Düngeverordnung ab

Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 27.03.2020 - 13:23

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sieht fachliche Argumente durch den Bund und den Bundesrat ignoriert.

Bayerische Landwirtschaftsministerin

München – „Für uns alle ist Wasser ein besonders wertvolles Gut, das geschützt werden muss. Bayern hat aber nichts Unmögliches gefordert und Anträge im Sinne der Umwelt und der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft gestellt", erklärt die Ministerin zu den von ihr vorgebrachten Verbesserungsvorschläge. Dass die Argumente dennoch seit Monaten vom Bund beiseite gewischt wurden und auch im Bundesratsverfahren keine Berücksichtigung gefunden haben, habe Bayern letztlich keine andere Wahl gelassen als der Düngeverordnung nicht zuzustimmen, so Kaniber.

„Es ist das Mindeste, dass die Neuregelungen für Landwirte in besonders belasteten Gebieten bis zum 1. Januar ausgesetzt werden, da deren Ausweisung noch völlig unklar ist. Eine generelle Verschiebung der Auflagen wäre das Gebot der Stunde gewesen. Das war unsere zentrale Forderung“, sagte die bayerische Landwirtschaftsministerin.

Einer der Vorschläge aus Bayern war die bedarfsgerechte Düngung aller Zwischenfrüchte zu ermöglichen. Denn nur wenn sich die Zwischenfrüchte gut entwickeln, können sie vor Erosion schützen. Zusätzlich hatte Bayern sich dafür eingesetzt, dass die geplanten Aufzeichnungsfristen für Düngemaßnahmen von zwei auf 14 Tage verlängert werden. Beide Anträge fanden in der Länderkammer jedoch keine Mehrheit.