Agrarförderung

Bauernmilliarde: Zuschüsse für Gülletechnik und -lagerung geplant

Josef Koch Redakteur Agrarpolitik
Josef Koch
am Dienstag, 28.07.2020 - 17:21

Im kommenden Jahr wird es Fördergelder für Güllelagerung, -technik, -aufbereitung geben. Der Förderstart ist noch offen.

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Die zusätzlichen Gelder für Landwirte aus dem Zukunfts- und Investitionsprogramm, bekannt als "Bauernmilliarde", sollen hauptsächlich in die Förderung der Lagerung und Ausbringungstechniken von Gülle sowie die Gülleseparierung fließen. Das antwortet die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur „Bauernmilliarde“.

Ein genauer Termin für den Start der entsprechenden Antragsverfahren stehe aber noch nicht fest. Da die Mittel erstmalig im Haushalt 2021 zur Verfügung stehen, wird es laut Bund erst im nächsten Jahr die ersten Auszahlungen geben. Aus gut informierten Berliner Kreisen ist zu hören, dass ein Großteil der Förderung über Zuschüsse von der Landwirtschaftlichen Rentenbank verteilt wird. Auch Betriebsgemeinschaften und Maschinenringe sollen antragsberechtigt sein.

Die Mittel im Umfang von einer 1 Mrd. Euro seien ab 2021 abrufbar und stünden für vier Jahre bereit. Wie die Gelder auf Zuschüsse und Umweltmaßnahmen verteilt werden, wird derzeit immer noch verhandelt.

Zusätzliche Mittel für Umweltmaßnahmen

Wie die Bundesregierung weiterhin in ihrer Antwort schreibt, sehen die Planungen für das Investitions- und Zukunftsprogramm zusätzliche Mittel für die Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen vor. Diese solle in der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) erfolgen, weil hier auf bereits bestehende und etablierte Maßnahmen zurückgegriffen werden könne.

Weiterhin würden Mittel des Programms für die Aufgabenfelder Digitalisierung und Innovation bereitgestellt. So könnten beispielsweise die Entwicklung und modellhafte Erprobung von digitalen Lösungen, die den zielgenaueren Einsatz von Ressourcen ermöglichten, oder die Förderung von Innovationen bei Ausbringungstechniken beitragen, die Nitratbelastung zu mindern. Die Unterstützung von innovativen Techniken beziehungsweise Demonstrationsvorhaben bei Wirtschaftsdünger sei ebenfalls vorgesehen.