Coronakrise

Bauernboykott: Gegendarstellung von Land schafft Verbindung

Hamsterkäufe
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Mittwoch, 25.03.2020 - 09:45

Einen Spiegelartikel, laut dem Bauern mit Versorgungsengpässen drohen, stuft LSV als reine Stimmungsmache ein.

Land schafft Verbindung hat sich in einem offenen Brief an die Kommissionspräsidenten Ursula van der Leyen gewandt und darin um Unterstützung für die Bauern gebeten. In der aktuellen Coronakrise würden die Landwirte gerne all ihre Kraft auf die Lebensmittelerzeugung konzentrieren. Nun stünden aber auch wichtige politische Entscheidungen, wie die Düngeverordnung an. Hierzu würde es noch einigen Beratungsbedarf geben. Dafür brauche es etwas Zeit. Diese Zeit würde aber aufgrund der Androhung von Strafzahlungen nicht zur Verfügung stehen. Deshalb richteten die Bauern die Bitte an die Kommissionspräsidentin, ob Sie dieses über den Köpfen kreisende Damoklesschwert für einen begrenzten Zeitraum ruhen lassen könnte. So begründet Land schafft Verbindung das Schreiben.

In dem Schreiben verwies LsV auch mögliche Auswirkungen der Düngeverordnung. Das hat der Spiegel nun in einer Weise interpretiert, zu der die Bauernbewegung gestern Stellung nahm. Sie sagt:

"Ein Hilferuf der deutschen Bauern an Frau von der Leyen, verfasst von „Land schafft Verbindung Deutschland e.V. i.Gr.“, wurde heute von Vertretern der Presse als „Drohung mit Versorgungsengpässen“ aufgefasst und entsprechend in der Öffentlichkeit kommuniziert. Diese Unterstellung entbehrt jeder Grundlage und die daraus resultierende Polarisierung ist in Zeiten der Corona-Krise weder hilfreich noch sinnvoll.
Im Gegenteil . . .

Die volle Gegendarstellung ist als PDF angehängt.

Kommentar zum Thema

Das Wochenblatt hat zu dem Vorgang Stellung bezogen: Kommentar der Redaktion zum Thema

Gegendarstellung von Land schafft Verbindung zum Spiegelartikel