Agrarpolitik

Backhaus wird zum Agrar-Urgestein

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 12.11.2021 - 09:54

Till Backhaus wird auch in der neuen Regierung Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister. Diese fordert die Zulassung neuer Züchtungstechniken.

Till Backhaus-Agrarminister Mecklenburg-Vorpommern

Till Backhaus bleibt für weitere fünf Jahre Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern. Der dienstälteste Minister in Deutschland wird auch der künftigen SPD-Linke-Landesregierung in Schwerin angehören. Das wurde gestern Abend bekannt. Am Samstag, 13.11., wollen die SPD und Linke ihren Koalitionsvertrag von den Parteimitgliedern absegnen lassen. Kommenden Montag (15.11.) sollen die Wiederwahl von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Ernennung der Ministerinnen und Minister erfolgen.

Backhaus hat auch die SPD-Arbeitsgruppe Landwirtschaft bei den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene geleitet. In Mecklenburg-Vorpommern sprechen sich SPD und Linke für neuen Züchtungstechniken aus und fordern die Zulassung neuer Züchtungstechniken beim Bund und der EU ein. Der „wissensbasierte Einsatz“ neuer Züchtungstechniken sei in Zeiten des Klimawandels notwendig, heißt es in der Koaltionsvereinbarung. Daran hat für den Agrarteil Backhaus maßgeblich mitverhandelt. Ob er dieses Bekenntnis auf Bundesebene auch den Grünen abringen konnte, ist noch offen.

In Mecklenburg-Vorpommern muss Backhaus nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Greifswald zügig die Ausweisung der Roten Gebiete neu regeln.

Klimaschutz kommt dazu

Seit 1998 hat Diplomagraringenieur Backhaus das Agrarministeramt in Schwerin inne. Seit 1990 ist er im Landtag. In den kommenden fünf Jahren darf er sich nicht nur um Agrar- und Umwelt kümmern, sondern auch um den Klimaschutz. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat den Zuschnitt seines Aufgabenbereichs damit erweitert.

Im neuen Kabinett von Schwesig werden vier Männer und fünf Frauen vertreten sein. Die SPD stellt insgesamt sechs Ministerinnen und Minister, die Linke zwei.

Backhaus hatte bei der Landtagswahl im September landesweit mit 51,5 % das beste Erststimmenergebnis der SPD erreicht.