Trassenbau

Anzeige gegen Bauernverbände

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Simon Michel-Berger
am Mittwoch, 31.10.2018 - 11:29

Gegner des Baus der Zeelink-Gasleitung zwischen Aachen und dem Münsterland haben Strafanzeige gegen den Westfälisch-Lippischen (WLV) und den Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) erstattet. Das berichtete die Rheinische Post vorvergangene Woche.

Der Bauherr der Pipeline, die Zeelink GmbH, hat dem WLV über 58.000 € und dem RLV rund 120.000 € als Aufwandsentschädigung bezahlt. Rainer Rehbein, einer der Sprecher der Initiative gegen den Leitungsbau, hält solche Zahlungen „grundsätzlich, besonders aber in dieser Höhe für mehr als anrüchig“. Man könne sich doch nicht von den Mitgliedern für harte Verhandlungen beauftragen und bezahlen lassen und gleichzeitig „bei der Gegenseite die Tasche aufhalten“, so Rehbein.

WLV und RLV erklärten, dass sie eine Kostenpauschale für die Beratungstätigkeit in Entschädigungsfragen betroffener Grundeigentümer erhalten hätten. Im Rheinland seien 1376 Eigentümer betroffen, für jede Beratung habe der RLV rechnerisch 87,20 € erhalten. Da nicht alle Eigentümer auch Bewirtschafter seien, sinke dieses Pro-Kopf-Honorar für die Eigentümer, da in der Verbandskostenpauschale auch das Beratungshonorar für die betroffenen Bewirtschafter enthalten sei.